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Guben: Wahlsieger möchte Stadt unternehmerisch führen

22. Juli 2016 | Von | Kategorie: Guben |

Klaus-Dieter Hübner könnte nach Stichwahl ins Rathaus zurückkehren

Guben (mk). Am vergangenen Sonntag sind die Würfel gefallen, wie sie bereits vor der Stichwahl lagen. Die Mehrheit der Gubener Wähler (57,8 Prozent) hat ihren einstigen Bürgermeister erneut ins Rathaus beordert. Klaus-Dieter Hübner erklärt, dass die Wähler ihm mehr Fach- und Führungskompetenz zutrauen. Deshalb möchte er die Stadtverwaltung künftig auch – wie vorher schon – unternehmerisch leiten. „Verwalten könnte jeder“, sagt er. Die Stadt zu entwickeln und dabei Visionen und Zielstellungen im Kopf zu haben, dafür brauche es Erfahrung, betont der Wahlsieger. Die Wahl hat aber auch polarisiert und das Wählerlager gespalten. Zudem hat sich die Mehrheit der Stadtverordneten klar gegen Klaus-Dieter Hübner positioniert. Keine gute Grundlage für eine künftige Zusammenarbeit. „Meine Tür steht offen“, sagt Klaus-Dieter Hübner. Gleichzeitig erklärt er, dass all jene, die nicht eintreten wollen, dann auch Charakterstärke beweisen und ihr Amt niederlegen sollten. Wer nach diesem Bürgervotum sich jetzt noch quer stelle, müsse sich überlegen, ob er nicht falsch am Platze ist, sagt der Wahlsieger.
Kerstin Nedoma kann als Wahlverliererin der Stichwahl mit solchen Aussagen nichts anfangen. Die Stadtverordneten seien demokratisch gewählt und mündige Bürger, betont sie. Sie erklärt, alles probiert zu haben, um die Wahl zu gewinnen und bedauert das große Nichtwählerlager (über 45 Prozent). Einer künftigen Zusammenarbeit mit dem gewählten Bürgermeister steht sie misstrauisch gegenüber. „Die vergangene Zeit in seinem Bürgermeisteramt hat bestätigt, dass seine Türen keineswegs so offen sind“, erklärt sie und kann sich eine Zusammenarbeit nur schwer vorstellen. Auch die Spaltung der Bürger sowie einen Gesichtsverlust der Stadt beklagt Kerstin Nedoma. Ein Beispiel hierfür ist bereits ein Dringlichkeitsantrag bei der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch gewesen. Es sollte die rechtliche Situation geklärt werden. Über diesen Antrag soll am Montag in einer Sondersitzung beraten werden. Guben hat mit dieser Wahl wohl auch Rechtsgeschichte geschrieben.
Klaus-Dieter Hübner unterdessen erklärt, die Wahl annehmen zu wollen. Am Montag tagt hierzu der Wahlausschuss.



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