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Hörlitzer feiern Ortsjubiläum später

28. Juli 2017 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

Der Gedenkstein für Alt-Hörlitz befindet sich südwestlich des heutigen Ortes. Er ist von der L 60 ausgeschildert Foto: TRZ

Schipkauer Ortsteil wurde vor 570 Jahren erstmals urkundlich erwähnt.

Hörlitz (trz). Am Ausgang des Mittelalters ist die Bezeichnung Hörlitz erstmals in den Urkunden aufgetaucht. Inzwischen sind 570 Jahre ins Land gegangen. Grund genug für die Einwohner, dieses kleine Jubiläum würdig zu begehen. Allerdings: Das Jubiläum muss um ein ganzes Jahr verschoben werden. Grund bilden umfangreiche Straßenbauarbeiten. So wird das Fest im Sommer 2018 nachgeholt.
Genau genommen gibt es das mittelalterliche Dorf gar nicht mehr. Es musste bereits Ende der 1930er-Jahre dem Tagebau Marga weichen. Dafür war nördlich davon eine neue Siedlung entstanden, die fortan ebenfalls Hörlitz genannt wurde. Apropos Braunkohle: Vor genau 150 Jahren begann um den Ort die Förderung des schwarzen Goldes. Damals, so ist es in der Gemeindechronik vermerkt, wurde der Bodenschatz gleich unter der Erdoberfläche per Hand abgebaut. Die Kohle verschaffte den Einwohnern Arbeit und Brot.
Mit dem Aufschluss des Großtagebaus Meuro Ende der 1950er-Jahre musste erneut ein Teil von Hörlitz umgesiedelt werden. Betroffen war das Areal rund um den Wasserturm auf dem Paradiesberg. Heute erstreckt sich dort der Lausitzring.
An das alte Hörlitz erinnert heute ein Gedenkstein in der Bergbaufolgelandschaft. Das Steinumfeld wurde anno 2016 aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Heimatvereins neu gestaltet. Zudem wird über die Historie in der Ortsmitte informiert.



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