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Handfeste Veränderungen nötig

15. September 2017 | Von | Kategorie: Personen |

Peter Drenske Foto: privat

Peter Drenske aus Finsterwalde geht für die AfD ins Rennen.

Der 56-jährige Agraringenieur und Hobbylandwirt aus Finsterwalde, Peter Drenske, steht für die AfD zur Wahl.Der 56-jährige Agraringenieur und Hobbylandwirt aus Finsterwalde, Peter Drenske, steht für die AfD zur Wahl.

Herr Drenske, warum kandidieren Sie?

P. Drenske: Das Vertrauen zur Politik und ihren Vertretern ist verloren gegangen. Wir haben eine Vielzahl von Berufspolitikern, die schamlos Nebeneinkommen generieren und Lobbyverbänden dienen. Alle vier  Jahre tauchen sie aus der Versenkung auf und überraschen uns mit neuerlichen Versprechungen, welche nie eingehalten werden. Wenn sich niemand mehr für unsere Interessen einsetzt, müssen wir politisch aktiv werden und selbst für entsprechende politische Veränderungen eintreten. Es ist mir unerträglich, weitere Ungerechtigkeiten einer Politlobby hinzunehmen, welche keinerlei Bezug mehr zu ihrer Bevölkerung und deren wirkliche Lebenssituation haben. Zu viele gehen aus Frustration nicht mehr zu Wahlen. Wir brauchen in Berlin eine echte Wachablösung.

Welches lokale Thema liegt Ihnen am Herzen?

Nach einem Vierteljahrhundert sind die sozialen Missstände im demokratischen Grundgefüge der Bundesrepublik, besonders zwischen Ost und West, sofort  zu beseitigen. Wir wollen nicht länger als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und fordern die Abschaffung von Unterschieden in Mindestlohn und Rente. Der Aufbau Ost und der Strukturwandel Lausitz ist mit viel Geld gefördert, aber zu großen Teilen gescheitert. Lausitzring, Cargolifter, Überleiter Seenland, BER, nur einige der Großprojekte, deren Investition in keinem Verhältnis zum Erfolg stehen. Viele Kleinprojekte sind dagegen nie zum Tragen gekommen, weil Förderung viel zu aufwendig kompliziert und bürokratisch war. Im Bundestag wollen wir den Schwerpunkt auf die Stärkung der Landwirtschaft und des Klein- und Mittelstandes als standorttreuen Garant für regionale Entwicklung legen.

Welches überregionale Thema wollen Sie anpacken?

Dem demografischen Wandel sollte durch vernünftige Familienpolitik entgegengewirkt und sozial Schwache ordentlich abgesichert werden. Wir fordern die Einführung eines Kredites für junge Eheleute, wie zu Ostzeiten, damit Kinder nicht zum Armutsrisiko werden und die Gründung einer Familie Zukunft verspricht. Eine Bildungspolitik mit Schwerpunkt auf naturwissenschaftliche Grundlagen und berufspraktische Orientierung. Nur dann können wir auch wieder Mangelberufe in Handwerk, Industrie und Gewerbe besetzen. Hartz IV, Leiharbeit und Ein-Euro-Job sind für viele Menschen, seit Einführung der Agenda 2010, nicht zur beruflichen Perspektive  auf Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, sondern zur dauerhaften sozialen Ungerechtigkeit geworden. Industriearbeitsplätze in Vollarbeit müssen erhalten und forciert werden.

Was ist ihr Versprechen?

Mich im Bundestag deutlich dafür zu artikulieren, das Deutschland keine Versprechungen braucht, sondern handfeste Erneuerungen und Veränderungen.

Wie stehen Sie zum Thema Braunkohleverstromung?

Der derzeitige Energiewandel zu Wind und Solar ist purer Aktionismus, solange es kein schlüssiges Konzept für die Speicherung gibt. Wir zerstören damit in gleichem Maße unsere Heimat wie mit der Kohle. Derzeit ist die Kohleverstromung bisher noch unverzichtbar, schon weil die  Alternative, Atomenergie, völlig begraben ist, was ich auch richtig finde. Ein Ende der Kohle ist längst beschlossen. Für die Region muß es vorher erst schlüssige tragfähige Lösungen geben, sonst würde es zum Desaster der Lausitz werden. Für die Lausitz als ehemaliger Energiebezirk ist die Energiewende aber auch eine einmalige Chance, zum innovativen Standort von neuen Energiekonzepten zu werden. Bisher hat man leider nur auf  Großunternehmen gesetzt, welche ihre Lobbyinteressen immer in den Vordergrund stellten. Wir haben viele Handwerker und Ingenieure, die darauf brennen, diese Branche zu revolutionieren. Die Lausitz muss zum Silicon Valley der alternativen Energieerzeugung, durch viele neue Start-ups werden.

Zum Thema Flüchtlinge sagen Sie was?

Die Ängste der Bürger können wir nicht pauschal als Vorurteile abstempeln. Wir müssen klarmachen, dass das Grundrecht auf Asyl nicht verhandelbar ist. Ich bin mir sicher, dass die Integration von Flüchtlingen gelingen kann, wenn wir in Deutschkurse, berufliche Ausbildung und Qualifizierung investieren. Dem Fachkräftemangel und der  Demografie kann so entgegengewirkt werden.  Die Kandidaten – Fragen stellte  Mathias Klinkmüller



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Ein Kommentar auf "Handfeste Veränderungen nötig"

  1. Peter Drenske sagt:

    Die Antwort zum Thema Flüchtlinge stammt nicht von mir, sondern von Hannes Walter. Sicher ein Versehen.

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