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Damals war’s Guben: Vater fuhr die Granitbordsteine

15. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Guben |

In unserer letzten Ausgabe hatten wir die Wilhelm-Pieck-Straße (heute Berliner Straße) in Guben gesucht

Leser erinnern sich an die Wilhelm-Pieck-Straße im Herzen von Guben.

Mehrere Leser haben die richtige Lösung zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Arno Schulz. Er schreibt folgendes: „Auf dem Bild ist die ehemalige Bahnhofstraße, dann Kubestraße, Kurmärkische Straße, Wilhelm-Pieck-Straße und heute Berliner Straße, zu sehen. Ganz links an der Ecke war einst das Opel-Autohaus der Fa. Winzer. Im Jahr 1949 wurde dort ein HO-Geschäft eröffnet, eine Art Kaufhaus. Hier gab es Haushaltwaren, Textilien, Werkzeuge und Lebensmittel ohne Bezugscheine bzw. Marken. Das im Vordergrund stehende kleine Häuschen war früher eine Tankstelle der Gubener Automobil GmbH. Dahinter war bis zur Egelneiße ein Garagenkomplex. Das Tankstellenhäuschen war zu DDR-Zeiten lange Zeit eine vielgefragte Verkaufsstelle für warme Bockwurst, später Taxistand. Die Bauten wurden zwischenzeitlich abgerissen und zu Parkplätzen umgestaltet. Als nächstes Haus (verdeckt) steht die ehemalige Villa des Strumpffabrikanten Linke, in der zu DDR-Zeiten die Notenbank war. Nach der Wende erfolgte eine anderweitige Nutzung wie Notar, Anwaltskanzlei usw. Zurzeit steht ein Baustellengerüst an der Fassade. Das giebelseitig zu sehende Haus und dem Seitenflügel war schon immer Ärztehaus und Wohngebäude. In den fünfziger Jahren hatte der Zahnarzt Wolf dort seine Praxis. Die Straße wurde im Jahr 1938 erneuert. Jeden der Granitbordsteine hat damals mein Vater mit seinem Lkw vom Bahnhof zur Baustelle gefahren, was er beim Benutzen der Straße immer wieder stolz berichtete. Nach der Wende erfolgte eine erneute Neugestaltung des Straßenzuges.“
Karl-Heinz Haigold merkt an: „Im Bild handelt es sich um die Wilhelm-Pieck-Straße. Der Namen dieser Straße wurde sehr oft geändert, so in Bahnhofstraße, Kubestraße, Kurmärkische Straße und heute in Berliner Straße. Ganz links im Bild das Gebäude mit großem Laden war bis 1945 Kfz-Handel und Werkstatt sowie eine Tankstelle. Es gehörte meinem Großvater Friedrich Haigold bis 1935 und danach der Firma Winzer. Nach 1945 wurde in dem kleinen Haus rechts ein Bockwurst-Verkauf eröffnet, der einen großen Zuspruch hatte.Im großen Laden war seit 1949 ein HO-Laden,später Textilien und gefolgt von Heidis Geschenkidee. Heute befindet sich darin eine Arztpraxis.
Vielen Dank allen fleißigen Schreibern.




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