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Musik macht mobil

15. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Kommentar |

Musik gehört zum Advent. Musik gehört auch in die Schule und möglichst in jede Familie. In Brandenburg ist es heutzutage jedem Kind möglich, eine musikalische Fachausbildung zu genießen – auch wenn im Elternhaus nicht sowieso schon musiziert wird oder wenn das Budget daheim knapp sein sollte. Wesentlich unterstützt wurde diese schöne Entwicklung durch das Förderprogramm „Klasse: Musik für Brandenburg“. Seit das als Ergänzung zur musischen Bildung in den Schulen greift, haben 5 000 Kinder davon profitiert, konnten sich an Instrumenten probieren oder unter Anleitung bester Fachkräfte zu Glanz aufsteigen. Die Wettbewerbe der musizierenden Jugend haben ihren Wohlklang bis in entlegenste Orte gesandt. Cottbus ist mit seinem Konservatorium eine Hochburg der begabten musikalischen Talente.
Derzeit macht im Landtag ein CDU-Papier die Runde, das die Frage stellt: Warum eigentlich nur Klasse Musik? Warum nicht auch „Klasse: Kunst für Brandenburg“? Der Musik-Erfolg mobilisiert jetzt Kunsterzieher ganz allgemein. Die Absicht durchschaut sich leicht. Auch Talenten der Malerei, des Schauspiels, der Literatur und anderer Zweige der Kunst sollte eine derart breite Begabtenförderung ohne jede soziale Schwelle zugänglich werden, wie das für die Musik so prächtig gelungen ist.
Autoren, Maler, Regisseure, Schauspieler, Galeristen, Tänzer, Museologen und andere Kreative werden sich gern darauf einlassen, Talente an ihrer Seite zu fördern. Natürlich kostet das dann eine Kleinigkeit. Auch die große Musikvielfalt wuchs nicht gratis. Im Landtag kommt die Kunst-Idee gut an. Jetzt soll ein Konzept dafür geschrieben werden – für eine Saat, die reiche Frucht verspricht.




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