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Die Grausteiner haben sich viel vorgenommen

2. März 2018 | Von | Kategorie: Spremberg |

Vermessungen ergaben, dass vom „grauen Stein“ nur ein Drittel sichtbar ist, der Rest befindet sich in der Erde Fotos: J.Kurze

Feuerwehr, Neptun und ein neuer grüne Rasen – der kleine Ort hat große Pläne.

Graustein ( jk/js) Nur sieben Kilometer von Spremberg entfernt in Richtung Bad Muskau liegt Graustein, der seit 2003 Ortsteil der Stadt Spremberg ist. Laut Ortsvorsteher David Lamm wohnen hier etwa 360 Einwohner. Die umliegenden Ortschaften sind Türkendorf und Bloischdorf im Norden, Schönheide im Osten sowie die sächsische Gemeinde Schleife im Südosten lassen sich auch gut durch den Radwanderweg erreichen. Von Spremberg kommend auf der rechten Seite prägen Ge werbeobjekte, Wohnhäuser und natürlich das sportliche Zentrum das Ortsbild. „Bärbel’s Sportlerklause“ mit Billardzimmer und Kegelbahn und der dahinterliegende Fußballplatz der SG Graustein sind immer eine gute Adresse für aktive Geselligkeit. Bärbel Kunert übernahm vor knapp 2 Jahren die Gaststätte. Mit Preisskat, Gänseessen und Schlachtefest traf sie den Nerv vieler alter und neuer Gäste. Ein Vorhaben liegt ihr noch auf der Seele: ein Countryfest mit Linedance – das wäre ein Traum, auch um selbst einmal wieder das Tanzbein nach vielen Jahren zu schwingen. Na das sollte doch zu machen sein, denn in und um Spremberg gibt es eine aktive Linedance-Szene, fachkundige Musiker und Discotheker sind ebenfalls nicht weit weg.
Auf den dahinter liegende Sportplatz warten Veränderungen. David Lamm ist nicht nur der jüngste Ortsvorsteher der Spremberger Region, sondern auch im Vorstand der SG Graustein: „ Die Sportgemeinschaft wird von der Stadt Spremberg Gelder bekommen und hat zudem separate Fördermittel vom Landessportbund erhalten. Damit soll die Grünfläche modernisiert werden“. In der SG gibt es neben dem Fußball auch die Sektionen Kegeln und Billard. Übrigens: um den Wettkampfbetrieb auch in Zukunft absichern zu können sucht die Abteilung Billardkegeln der SG Graustein / Schönheide weitere Interessenten für den Billardsport. Auf der anderen Seite der Bundesstraße liegt das eigentliche Kleinod von Graustein. Es gibt wenige Orte, die eine so intakte und in sich geschlossene Dorfaue ihr Eigen nennen können. Inmitten eines Hains alter Bäume steht die Kirche, die mit dem schiefergedeckten Turm und seiner vergoldeten Wetterfahne mit dem Hahn das Wahrzeichen des Ortes darstellt. Der Stein, der dem Ort den Namen gab, liegt gleich neben der Kirche. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die „Alte Schule“, die gleichzeitig das Gemeindezentrum ist und zwei Ausstellungen über Erwin Strittmatter beherbergt – das Interese daran ist allerdings stark rückläufig. Der Komplex rund um die Alte Schule ist zugleich das Zentrum der Aktivitäten im Ort. Hier befinden sich die Kindertagesstätte Graustein in Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V. und die angrenzende Turnhalle, die bei den Dorffesten auch als Schlechtwetter-Variante genutzt wird. Langfristig sind auch hier Veränderungen geplant. In die Kita sollen in den kommenden Jahren über 200 000 Euro investiert werden. Die Freiwillige Feuerwehr erhält in diesem Jahr ein neues Löschfahrzeug, dafür sind Umbauten am alten Gerätehaus erforderlich. Weiterhin gibt es Bemühungen, die Turnhalle langfristig auch für Sportgruppen zu erhalten. Natürlich verstehen die Grausteiner auch zu feiern. Der Höhepunkt ist auch in diesem Jahr wieder das Dorffest, das Anfang Juli stattfinden wird. Parallel werden die Kinder aus der Kita ihr Zuckertütenfest am Strand feiern. Und wer weiß – vielleicht schaut ja auch Neptun wieder vorbei.



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