Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]
Senftenberg: Als die Häuser verlost wurden - Märkischer Bote - Märkischer Bote
Freitag, 23. August 2019 - 10:50 Uhr | Anmelden
  • Facebook

Wolkenlos
19°C
 

Anzeige

Senftenberg: Als die Häuser verlost wurden

26. Februar 2016 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Senftenberg |

Senftenberg: Als die Häuser verlost wurden

B war richtig – wir hatten mit der letzten Ausgabe den Ort Hosena erreicht

Leser erinnern sich an die Hosenaer Siedlungen / Allee verschwindet bald:
Mehrere Leser haben die richtige Lösung zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Beispielsweise Gerd Espenhahn. Er schreibt: „Das Bild zeigt die Rosa-Luxemburg-Straße jener Siedlung von Hosena, die ja zu der Zeit noch als  Hoyerswerdaer Straße bekannt war. Für mich ist es keine echte Rätselaufgabe, denn das zweite Haus von rechts unten ist nicht nur mein Elternhaus, in dem ich in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren das Licht der Welt erblickte, nein, es ist zugleich das erste Haus dieser Siedlung. Mein Großvater Karl Espenhahn hat im Juni 1926, also vor nunmehr 90 Jahren, mit dem Bau dieses Hauses begonnen, um es dann am 15. September 1927 mit seiner Familie zu beziehen. Die anderen Einfamilienhäuser dieser Straßenseite folgten aber schon bald darauf in kurzen Abständen.
Bei den Häusern linksseits der Straße handelt es sich um 14 Doppelhäuser (vom Bild nicht alle erfasst), die im Auftrag der VAW (Vereinigte Aluminiumwerke AG), also dem knapp zehn Kilometer entfernten Lautawerk,  errichtet und dann über ein Losverfahren den zukünftigen Bewohnern zum Kauf angeboten wurden. Ebenso die auf diesem Bild nicht sichtbaren weiteren 17 Doppelhäuser, die am 1. April 1939 bezugsfertig wurden. In einem dieser Häuser, das zuvor meinen anderen Großeltern gehörte, wohne ich nun seit dem Jahr 1973 mit meiner Familie. Mein Elternhaus hat seit 2011 einen neuen jungen Besitzer, der es nun nach seinen zeitgemäßen Wohnvorstellungen umgestaltet, um sich und natürlich seiner zukünftigen Familie ein behagliches Zuhause zu bieten. Jung sind die nun fast 100-jährigen Eichen, als das Foto so um 1939 entstand. Und neue junge Alleebäume werden auch gepflanzt werden, wenn die für 2017 geplante Straßenverbreiterung abgeschlossen sein wird, für die sicherlich die noch restlichen verbliebenen alten Bäume gefällt werden müssen. Steineichen, die jährlich im Herbst sowohl mit ihren Früchten als auch mit dem kaum verrottenden Laub ein großes Ärgernis für Autofahrer, aber vor allem die unmittelbaren Anlieger, darstellen, werden es aber kaum wieder sein. So wird es dann auch gar nicht lange dauern, und die neuen Bäume spenden im Sommer wieder ihren Schatten.“
Hans-Jörg Grube schreibt folgendes: „Dieses Bild zeigt die heutige Rosa-Luxemburg-Straße in Hosena von Lauta Dorf her in den Ort führend. Ich selbst bin im Jahr 1956 in der Siedlung (Ringstraße) geboren und habe dort eine schöne Kindheit verbracht. Der Weg zur Schule im Dorf wurde zu Fuß, später mit dem Rad und im Winter manchmal mit dem Bus (für einen Groschen) bewältigt. Vor 20 Jahren bin ich wieder mit meiner Familie im Häuschen meiner Oma eingezogen und fühlte mich seitdem daheim angekommen.. Links im Bild ist die Ende der 1930er-Jahre entstandene Siedlung 1 zu sehen. Auf der rechten Seite im zweiten Haus gab es von Mitte der 1950er-Jahre bis zur Wende einen Konsum für die Waren des  täglichen Bedarfs. Vor und hinter den Häusern (rechts) wurde durch die Schlesische Heimstätte die Siedlung II errichtet und 1939 an die Siedler übergeben. Diese waren vornehmlich im nahen Aluwerk oder Kraftwerk Lauta beschäftigt und brachten viel Eigenleistung in die Bebauung ein. Der Bezug der Häuser wurde im Losverfahren ermittelt.




Anzeige

Schreibe einen Kommentar

 

Ich habe die Datenschutzerklärung der Cottbuser General-Anzeiger Verlag GmbH gelesen und akzeptiere diese mit dem Versenden des Kommentares.


Das könnte Sie auch interessieren