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Die Burgstraße hat sich vollkommen verwandelt - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Die Burgstraße hat sich vollkommen verwandelt

8. September 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Die Burgstraße hat sich vollkommen verwandeltUnser Damals befasst sich jetzt und folgend mit etwas jüngeren Motiven als gewohnt. Wir lüften unser Schwarz-Weiß-Papierarchiv aus der Zeit der vielen Baukräne. Es ist erstaunlich, welche Bilder dabei in Erinnerung kommen. Wissen Sie zum Beispiel, was hier vor 24 Jahren fotografiert wurde?

A) die Burgstraße oder

B) die Ostrower Straße oder

C) die Petersilienstraße.

Einst Laden an Laden

Lösung: Das Bild war nicht schwer zu identifizieren. Günter Perschank schreibt dazu: „Es ist der Blick auf das künftige Ladenquartier Burgtrasse-Schlosskirchstraße-Mühlenstraße mit Kränen für die Dresdner Bank im Vordergrund. Nicht vom Abbruch betroffen sind das höher stehende Haus und daneben der niedere Bau, welcher einem bekannten ehemaligen Spieler und Trainer von Energie Cottbus gehört. Dieses Haus, wie auch das spätere Felicitas in der Burgstraße und das Haus zum Krug in der Neustädter Straße waren nach der Wende Immobilien, die einer besonderen Klientel billigst zufielen. Auch ehemals Schokke wurde für Baufreiheit abgebrochen. Das neu entstandene Ladenquartier von der Burgstraße bis zur Mühlenstraße steht zum großen Teil leer. Man ist wohl von künftigen 200 000 Einwohnern für Cottbus ausgegangen. Ob das in der Stadtpromenade geplante Kaufhaus einer Stadt mit stagnierender Einwohnerzahl gut ansteht? Ich könnte mir anstelle eines Kaufhauses dort etwas uriges mit abendlichem Flair in einer Grünzone mit musikalischer Unterhaltung ausmalen.“
Ulrich Meißner vermutet: „Dieses Bild müsste in der Zeit um 1980 gewesen sein. (Es war nach 1990, d.Red.) Der Parkplatz zwischen Burg- und Schloßstraße wurde gern genutzt, obwohl er eine Buckelpiste war. Ich stand dort oft mit meinem Trabant. Hinten rechts im großem Haus in der Burgstraße war das Büro für die Anmeldung von Autos. Gegenüber war ein kleiner Gemüseladen, der dann aber dem Abriss zum Opfer fiel. Meine Eltern haben dort gerne eingekauft.“
Klaus Reiter erinnert sich an „ganz vorn rechts die Eisdiele ‘Nordpol’. Dort wurde Eis nur von April bis Oktober verkauft, die Kugel Vanilleeis für 10 Pfennige. Daneben der Gemüseladen Starick. Weiterhin gab es einen Bäcker, einen Schreibwarenladen, einen Fleischer, einen Lebensmittelladen, eine Buchbinderei, die Bettfedernreinigung und eine Gaststätte. Ganz vorn an der Spitze war der bekannte Tuchladen Tietze.“  Dieter Leubauer schreibt: „Meist wird die Burgstraße aus der anderen Richtung fotografiert, um dem Spremberger Turm mit abzubilden.“ Als Beleg schickt er alte Fotos mit. „Viele Gebäude, darunter auch die Gaststätte Schenker, fielen dem Abriss zum Opfer“, merkt auch Herbert Ramoth an, und Isolde Hüsges freut sich: „Als alte Cottbuserin habe ich das Motiv sofort erkannt. Bei dem großen Eckhaus rechts handelt sich um das ehemalige Tuchgeschäft von Tietze. Später war dann eine Bank dort untergebracht. Ganz hinten rechts im Bild war früher die Fleischerei von Hermann und danach Stempel-Schuft. Unter dem Kran ist der Turm vom Amtsgericht zu sehen. Auf dem wilden Parkplatz gab es zeitweise eine Imbissbude. Ich bin am Thälmannplatz (jetzt Brandenburger Platz) aufgewachsen und kenne mich in dieser Ecke recht gut aus.“
Viele weitere Leser erkannten das Cottbus-Motiv. Danke für’s Mitraten. Gewonnen hat Isolde Hüsges aus Cottbus.

Weitere Beiträge über das historische Cottbus finden Sie hier!

 




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