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Bilder aus dem alten Senftenberg - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Bilder aus dem alten Senftenberg

25. September 2020 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Senftenberg, Damals war´s |

Ernst-Ullrich R. Neumann vom Asternweg in Senftenberg, bekannt als Ehrenpräsident des Landesmusikrates Brandenburg, Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates und langjähriger ehemaliger Direktors der Senftenberger Musikschule, schreibt uns zum Rätselbild der vorletzten Woche:
Am Fuße des Paradiesberges, unweit des wunderschönen, am 1. April 1914 seiner Bestimmung übergebenen Wasserturmes ( auch Bismarckturm genannt, s. Hans Hörenz, Jahrbuch NIEDERLAUSITZ zwanzig-zwanzig, S.97 ff.) stand dieses (so nicht sichtbare  Dreiseitengehöft mit riesigem Garten bis zur Grubenbahn) an der Reichsstraße 96 in Senftenberg II:
„Bäckerei, Konditorei und Gaststätte Ernst Neumann, Klettwitzer Str. 87. Aus Senftenberg II wurde später Senftenberg West, und 1990 beschlossen die Bürger, beide Ortsteile zu Hörlitz zusammen zu schließen.
Bis dahin trennte die Grenzstraße beide Ortsteile. Südlich die Kirchen mit Kindergärten, nördlich  Kaisers Spargelgrund und was dahinter kam (Reiher Buswendeplatz, Neumanns Kneipe, der Paradiesberg sowie abwärts die Autobahnauffahrt Klettwitz).
Das abgebildete Haus war also die Klettwitzer Str. 87, in der ich die ersten 13 Jahre meines Lebens verbrachte. 1963 konnte ich dort auch noch meine Konfirmation erleben mit beiden Großeltern und Urgroßmutter Marie Lukas aus Hörlitz.
Rechts im Bild: Ernst Neumann Senior, war Bäckermeister in Calau, übte das Gewerbe von 1928 bis ‘34 in Cabel aus, war kurzzeitig in Finsterwalde, um ab 1934 in Senftenberg II sesshaft zu werden.
Links im Bild: Sein Sohn, Gottlieb Adolf Ernst Neumann – mein Vater – der ab Herbst 1934 in Senftenberg II lebte, hier die Schule besuchte und in Senftenberg namhafte Freundschaften hielt (Franz Strotzer/Drogerie, Kurt Härtel/ Theatermusiker, Ernst Schütze/ Theatermusiker uvm.) Als abgebildeter 17-Jähriger wollte er seine Bäckermeisterausbildung absolvieren, musste aber zuvor seinen Pflichtwehrmachts- dienst absolvieren in Fürstenwalde bei der Kavallerie.
1939 brach der 2. Weltkrieg aus und Vater kam als „Erfahrener“ sofort zum Einsatz: Polenfeldzug – Stalingrad – Mt. Casino – Frankreich – amerikanische Gefangenschaft in Würzburg – als „Erfahrener“  Ausbruch nach einem Tag – durchgeschlagen bis zum Heimatort – Kneipe aufgebaut – Ort abgebaggert – keine Genehmigung erhalten, in Senftenberg eine Gaststätte aufzubauen – Einstellung bei der MITROPA Bahnhof Senftenberg.
Karriere: Kellner, Oberkellner, Gaststättenleiter, Objektleiter, Distriktleiter Bahnhof mit Bahnsteig- und Bahnhofskiosken, SB- Gaststätte, Restaurant, Konferenzraum, Küche.
Das alles war einmal… Auf  Ernst  Neumann Junior kann ich als Sohn nur stolz sein. Herzliche Grüße.

Weitere Beiträge über das historische Seenland finden Sie hier!




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