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Bilder aus dem alten Spremberg: In der Webschule wohnt es sich gut - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Bilder aus dem alten Spremberg: In der Webschule wohnt es sich gut

10. Januar 2020 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Weitere Beiträge über das historische Spremberg und das Umland finden Sie hier!

Die AWO weckte das Spremberger Gebäude aus dem Dornröschenschlaf

Bilder aus dem alten Spremberg: In der Webschule wohnt es sich gut

B) Webschule in Spremberg

Wir sind beeindruckt vom Niederlausitz-Wissen unserer Leser. Die Spremberger sind diesmal besonders aktiv, aber wahrlich nicht nur sie. Hier einige Auszüge:
Reiner Höhne aus der Spremberger Straße in Welzow erklärt telefonisch: „Im Hintergrund links ist die Evangelische Kreuzkirche, links (nicht zu sehen) war der Pfortenplatz, dort wurden bis in die 1980er Jahre Zirkus und Rummel veranstaltet.“
Herbert Ramoth aus Cottbus vertieft: „Man ist geneigt, bei den vorgegebenen Städten Cottbus und Guben zu favorisieren, doch die Lösung ist Spremberg (B). Das im neoklassizistischen Stil erbaute Gebäude ist heute die AWO-Wohnstätte ‘Zur alten Webschule’ in der Erwin-Strittmatter-Promenade. Neben der offiziellen Zusatzbezeichnung ‘Perle der Lausitz’ (seit August 2013) galt Spremberg in der Zeit von 1871 bis 1920 als geografischer Mittelpunkt des Deutschen Reiches, der auf die Berechnungen des Geographen Heinrich Matzat, Oberlehrer am Spremberger Realgymnasium, zurück zuführen ist. Die Feststellung der Mittelwerte der am weitesten nördlich, südlich, westlich und östlich gelegenen Orte des damaligen Deutschen Reiches bildete dazu die Grundlage.“
Werner Lehmann aus der Karl-Marx-Straße in Spremberg geht noch ein Stück weiter: „Zu dieser Zeit gab es etwa 30 Volltuch-Fabriken und deren Zahl erhöhten sich bis zum 2. Weltkrieg. Zur Geschichte der Spremberger Textilindustrie bis 1992 gibt es im hiesigen Heimatmuseum eine umfangreiche Aussage. Selbst der Spremberger Stadtplan gibt Auskunft zum Tuchmachergewerbe und präsentiert unsere Stadt als ehemaligen Industriefaktor mit Weltruf und zur ‘Perle der Lausitz’. Die gezeigte Webschule trug ab 1901 die Bezeichnung Preußische Fachschule für Textilindustrie. Es heißt, dass sie wegen Schülermangels im Jahre 1943 die Ausbildung beendete. Später nahmen die Staatliche Versicherung der DDR und heute die AWO das Gebäude im Besitz.
Rechts hinter dem heute noch stehenden Gebäude erkennt man  mit dem Schornstein die ehemalige Tuchfabrik Philipp Koßack und weiter das heute immer noch stillgelegte Hauptpostamt.  Mit Innen-Umbau wäre das Postgebäudes sehr gut als Stadtverwaltung-Bürgerhaus geeignet.“ Ergänzend hierzu sei empfohlen: Im Jahrbuch NIEDERLAUSITZ 20-17 beschreibt Gärtnermeister Karl Erwig aus Spremberg sehr anschaulich das Leben in seiner Wahlheimat um 1900 und danach.
Rainer Wollmann vom Tannenweg in Kolkwitz-Hänchen schreibt: „Bei dem abgebildeten Gebäude handelt es sich um die königliche Webschule am Pfortenplatz. Das denkmalgeschütztes Gebäude wurde 2010 von der Awo als Büro-,Wohn- und Pflegeeinrichtung übernommen. Die Lage ist für die Bewohner ideal, da das Zentrum und der Georgenberg nahe sind. Leider wurde die Webschule Spremberg nicht so bekannt, wie die abgebrannte Webschule in Cottbus. Die Awo  hat das schöne Gebäude aus dem Dornrößchenschlaf erweckt.“
Renate Brinke aus der Hagenwerderstraße in Cottbus fand heraus: B) Spremberg ist richtig. Das Dachgeschoß ist inzwischen etwas ausgebaut, aber es besteht noch der Seiteneingang in alter Form. Heute beherbergt das Gebäude Wohnungen der AWO. Den sichersten Anhaltspunkt gibt aber die Kirche im Hintergrund.“
Auch Knut Noack aus der Straße der Freundschaft in Lauchhammer wusste. „Heute befindet sich in diesem Gebäude eine Einrichtung der AWO Spremberg  eine Pflegeeinrichtung“
„Die 1880 erbaute Webschule bildete bis 1943 exakt 905 Schüler aus“, hat Jens Pumpa aus der Rostocker Straße in Cottbus herausgefunden. „Unter der Anschrift Erwin-Strittmatter-Promenade 2 befindet sich heute die AWO Wohnen ‘Zur alten Webschule’. Träger ist der AWO Regionalverband Brandenburg Süd e. V.“
„Ja, wieder einmal Spremberg“, freut sich Klaus Reiter vom Eschenweg in Cottbus. „Das ist sehr gut an der Kreuzkirche im Hintergrund zu erkennen. Das Gebäude gibt es seit 1869 und am 16.12.1880 zog dort die preußische Fachschule für Textilindustrie ein. Es steht mit dem Giebel zum Pfortenplatz. Es wurden Webereikurse angeboten, die ein halbes Jahr oder ein Jahr dauerten oder Abendkurse, die zwei Jahre dauerten. Weiterhin wurde Stopferei und Kunststopferei angeboten.
1943 wurde die wegen mangelnder Nachfrage geschlossen.“
Vielen Dank den zitierten und den vielen anderen Einsendern. Gewonnen hat diesmal Michael Schöffler aus Cottbus.




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