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Bilder aus der alten Neißestadt Guben: Ehrendes Andenken nur für kurze Zeit - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Bilder aus der alten Neißestadt Guben: Ehrendes Andenken nur für kurze Zeit

2. Oktober 2020 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Neißestadt Guben, Damals war´s |

Der heutige Gubener Platz des Gedenkens durchlitt mehrere Wandlungen.

Bilder aus der alten Neißestadt Guben: Ehrendes Andenken nur für kurze Zeit

C war richtig – diese Gedenkstätte gab es in Guben

Diesmal hatten wir eine Rarität ausgesucht. Michael Kuhrt aus der G.-Moritz-Straße in Cottbus wusste das zu werten: „Das Gubener Denkmal wurde bereits 1933 von den Nazis abgerissen, deshalb existieren relativ wenige Fotos davon. Heute liegt dort ein großer Findling und der Ort heißt ‚Platz des Gedenkens‘.“
Ganz präzise beschreibt Manfred Gnida vom Weinberg in Spremberg die Situation: „Einst stand dieses Denkmal zwischen Karl-Marx-, Friedrich-Engels-, Karl-Liebknecht- und Kaltenborner Straße in Guben. Der Platz diente einst als Erholungsort. Um 1925 war sein Name Westringplatz, und nach dem Tod des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert wurde ihm zu Ehren am 24. August 1930 ein Denkmal eingeweiht. Dieses 2,50 Meter hohe Bauwerk bestand aus sechs Pfeilern und in der Mitte ein Bronzekopf von Friedrich Ebert. Leider wurde 1933 dieses Denkmal entfernt und der Platz wurde an Erinnerung an eine Schlacht im 1.Weltkrieg in ‘Tannenbergplatz’ umbenannt. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte 1948 eine erneute Namensänderung in ‘Platz der Befreiung’. Dort wurden Gefallene der Roten Armee bestattet und ein Obelisk aufgestellt. Später, 1971, wurde auf einen Sockel ein Panzer T34 gehoben, aber 1990 wieder entfernt. Kuriose Geschichten in Verbindung mit dem Panzer wurden auch berichtet, aber wieviel Wahrheit dabei war, kann ich nicht sagen. Bis heute erinnert dieser Platz an die Opfer von Krieg- und Gewaltherrschaft, nun als ‘Platz des Gedenkens’, wo auch jährlich am 8. Mai an die Ereignisse vergangener Zeit erinnert wird.“
S. Menzel aus der Klaus-Hermann-Straße in Guben ergänzt: „Unser G. Gunia schrieb einst die Geschichte Gubens. Die feierliche Einweihung dieses Denkmals fand am 24. August 1930 statt. Es bestand einst aus sechs Pfeilern, in deren Mitte ein Bronzemedaillon Eberts angebracht war. Dies wurde vom Gubener Bildhauermeister Adolf  Vos geschaffen. Das Ehrenmal wurde Anfang 1933 abgerissen. Der Umbenennung dieses Platzes in Tannenbergplatz folgte Platz der Befreiung und 1971 das Panzerdenkmal.“
Arno Schulz aus Guben mailt: „Im Rahmen der westlichen Erweiterung Gubens entstanden im Bereich Westring ab 1925 Wohnblocks der Gewoba und des Mieterbundes. Zentral wurde dieser Gedenkplatz errichtet. Das Ebert-Denkmal wurde 1930 eingeweiht. Leider für kurze Dauer, bereits 1933 wurde es auf Weisung der Nationalsozialisten wieder abgerissen. Am 15.5.1948 wurde ein Obelisk enthüllt, dieser allerdings am 7.10.1971 durch einen auf einem Sockel stehenden Panzer         T-34 ersetzt. Auf Beschluss der Stadtverordneten vom 14.10.1990 wurde dieser wiederum entfernt und durch drei Findlinge ersetzt. Auf dem Areal wurden 41 sowjetische Gefallene beigesetzt, 1974 noch weitere sterbliche Überreste von 27 sowjetischen Kriegsgefangenen dort bestattet. Gleichzeitig erfolgte eine Umbettung der bei Wilmersdorf (Denkmal an der alten B 97) im Kampf gegen Kapp 1920 gefallenen Gubener Otto Thiele und Franz Blümke vom Gubiner Friedhof zum jetzigen ‘Platz des Gedenkens’. Der Bruder von Franz Blümke erzählte mir mal so nebenbei die Ereignisse um seinen Bruder. Übrigens, ein ähnlicher aber etwas kleinerer Obelisk ist noch in einer gepflegten Gedenkstätte  im Wald bei Kerkwitz erhalten.“ Sebastian Sachse mailt aus Cottbus: „Ja, es könnte in Cottbus sein, da gab es im Dreieck Friedrich-Ebert-Straße gegenüber dem Brandenburger Hof auch eine solche Gedenkstätte, aber etwas kleiner. Dieses hier ist Guben.“
Einen großen Dank allen Einsendern. Gewonnen hat diesmal Manfred Gnida aus Spremberg.

Weitere Beiträge aus Spremberg und Umgebung finden Sie hier!




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