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Cottbus: Bootsverleih Kleinert an der Spree - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbus: Bootsverleih Kleinert an der Spree

1. September 2012 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Bootsverleih Kleinert an der SpreeDie Gondelfahrten mit Otto Kleinert / In besten Zeiten waren hier 60 Boote im Verleih / Seit 1. Mai wieder aktuell
Zum Bild von der Spree (B war also richtig) schreibt Lutz Kleinert aus Cottbus-Ströbitz: „In der Mitte des Fotos ist der Kahnverleih meiner Urgroßeltern zu sehen: Motor-Kahn- und Gondelfahrt Otto Kleinert. Seitlich davon befanden sich der Kahnverleih Gersdorf und die Seifenfabrik Paul Waschan, so kenne ich die Erzählungen.
In der Tat ist der Ort schwer zu erkennen. Der Kahnverleih befand sich im Vergleich zum jetzigen Standort ca. 100 Meter Richtung Großes Spreewehr. Bis zum Jahr 2005 stand an dieser Stelle noch ein kleines Haus aus roten Backsteinen, in dem meine Vorfahren einst lebten. Heute befinden sich an dieser Stelle zwei neue Wohnhäuser mit leicht südländischer Anmutung. Einzig das Fundament (Podest mit Geländer) des Häuschens, von dem aus meine Vorfahren die Kähne verliehen, ragt noch neben der Spree empor.
Zu besten Zeiten um 1925 standen bei Otto Kleinert ca. 60 Boote zum Verleih. Die charakteristischen Farben waren rot/weiß in schrägen Streifen an den Außenwänden der Boote. Es handelte sich um Kajaks, Gondeln und Stoßkähne für bis zu 26 Personen. Das waren Kähne, wie sie noch heute im Spreewald fahren.

Cottbus: Bootsverleih Kleinert an der Spree

Lutz Kleinert schickte uns eine Nahaufnahme vom Bootsverleih Otto Kleinert. Hier sind auch die schräg gestreiften Kähne zu erkennen. Herzlichen Dank dafür

Im Mai 1958 stellte die Familie Kleinert den Kahnverleih ein. Die letzte Betreiberin, Alma Kleinert, war durch einen Verkehrsunfall in der Nähe des Breithauses ums Leben gekommen. Die Räumlichkeiten auf dem Grundstück, in denen ursprünglich auch Tuche produziert wurden, nutzte dann bis zur Wende die Konsum-Bezirksverwaltung.“
Georg Müller aus Cottbus mailt uns: „Sandow, das einstige Fischerdorf, ging baden und gondeln, mit allem Drum und Dran: Badehäuschen, Stakbooten, Belustigungen – also viel Spaß. All das hatte seinen Ausgangspunkt zwischen Sandower und Jägerbrücke, der heutigen Käthe-Kollwitz-Brücke. So zeigt es das historische Bild. Die Gondelei nahm bereits 1856 ihren geselligen Anfang. Ziel war das Große Spreewehr, und so ist es heute noch – besser gesagt, seit dem 1. Mai diesen Jahres wieder. Dank des fleißigen Burger Hafenmeisters Dirk Meier geht’s wieder spreerunter und -rauf samt Einkehr im Restaurant Spreewehrmühle. Und wer der Abkühlung noch nicht genug hat – Greschkes Eiscafe am Bootshaus Sandower Brücke wartet schon.“
Hans-Hermann Schneider aus Kolkwitz findet: „Am Steinteich und in Madlow ist die Aufnahme nicht gemacht. Also bleibt bloß Sandow. Man sieht auch an der Anlegestelle das Werbeschild für die Kahnfahrt: Motor-Kahn- und Gondelfahrt Otto Kleinert. Am Ufer in der Bildmitte des Rätselfotos ist der Zugang zur Anlegestelle zu sehen. Also: Sandow.“
Vielen Dank allen Lesern, die sich versuchten. Manche vermuteten früheren Steinteichbetrieb, der ja auch ganz munter war.




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