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Cottbus. Das Neue Rathaus bekam nach der Zerstörung zunächst ein Spitzdach, wurde dann aufgestockt - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbus. Das Neue Rathaus bekam nach der Zerstörung zunächst ein Spitzdach, wurde dann aufgestockt

28. November 2010 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus. Das Neue Rathaus bekam nach der Zerstörung zunächst ein Spitzdach, wurde dann aufgestockt

Neues Rathaus einst mit Roland / Heutige Ansicht aus dem Jahr 1967 / Arkaden jetzt Foyer und Ausstellung
„Das Bild zeigt das Rathaus in den 50er-Jahren“, schreibt Gerhard Marx. „Als Begründung kann ich anfügen, dass der Roland über dem Eingang fehlt. Er war noch 1938 vorhanden. Das durch den Krieg beschädigte Gebäude wurde nach dem Krieg im Dachgeschoss vereinfacht aufgebaut. Hinter dem Rathaus ist in der Berliner Straße noch das Gebäude mit dem Eisenwarengeschäft Noack zu sehen. Es wurde bei der Neugestaltung der Stadtpromenade abgerissen.“
Elfrun Liebig ergänzt: „Das im Dezember 1937 eingeweihte Rathaus besaß zu dieser Zeit Dachgiebel, die auf dem Foto fehlen. Und: 1975 stand das rechts im Bild zu erkennende Wohn- und Geschäftshaus nicht mehr. Es wurde im April 1969 gesprengt, weil beabsichtigt war, an dem Platz den Anbau eines Plenarsaales für den Rat des Bezirkes zu errichten. Eine zweite Veränderung (nach dem Ausbau des ausgebrannten Hauses nach dem Kriege) erfolgte am Rathaus 1966, als es auf einheitliche fünf Stockwerke aufgestockt wurde.“
Das „Neue Rathaus“ wurde von der in Cottbus bekannten Baufirma Pabel & Co. im Auftrag des Stadtbauamtes erbaut. Über dem Nordportal, dem damaligen Haupteingang, stand bei der Eröffnung ein „Roland“, geschaffen vom Hallenser Bildhauer Paul Horn.
Ein Rathausneubau war schon vor dem I. Weltkrieg gefordert worden. Mehrere Standorte, auch am heutigen Brandenburger Platz und zwischen Altmarkt und Mühlenstraße, wurden verworfen. Nach 1934 wurde das Quartier zwischen Neumarkt und Mauerstraße abgerissen. Dabei fiel auch das Geburtshaus Carl Blechens unter die Spitzhacke.
Richtfest für den ersten Bauabschnitt des Rathauses war am 1. Dezember 1934. Der zweite, nördliche Bauabschnitt erhielt am 18. Mai 1936 seine Richtkrone. Bemerkenswert ist, dass sich der Bau gänzlich der geschwungenen Straßenführung anpasst. Parallel zum Neubau wurde die Stadtmauer his-torisierend rekonstruiert und eine Polizeiwache eingerichtet.

Horst Schneider ergänzt: „Um Verwaltungsräume zu gewinnen, wurden die Arkaden an der Berliner Straße nach 1945 zugemauert.Die Säulen, schön individuell gestaltet und darüber mit Zunftzeichen versehen, kommen jetzt, nachdem Fenster zum Foyer eingebaut wurden, wieder gut zur Geltung.“ Für die Zeit, als Cottbus Bezirksstadt war (1952-1990), saß in diesem Haus die Bezirksverwaltung und der Rat der Stadt nutzte das Haus der Knappschaft am Schillerplatz.

Cottbus. Das Neue Rathaus bekam nach der Zerstörung zunächst ein Spitzdach, wurde dann aufgestockt

Dieser Ausschnitt aus einer Vorkriegs-Ansichtskarte, die uns Karl-Heinz Schlodder zur Verfügung stellte, zeigt den Roland überm Rathaus-Eingang am Neumarkt und die offenen Arkaden. Das Gebäude war aber nur als Verwaltungssitz gedacht; das repräsentative Rathaus war am Berliner Platz mit hohem




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