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Cottbus: Der größte Bauplatz im Zentrum - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbus: Der größte Bauplatz im Zentrum

17. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Der größte Bauplatz im Zentrum

Unsere Leser erkannten die Großbaustelle Hotel Lausitz / Stadthalle; im Hintergrund Petersilien- und Ebertstraße

Sozialistischer Umbau begann Mitte der 60-er Jahre / Einweihung 1975
Obwohl das Foto ziemlich undeutlich war, haben viele Leser den Bauplatz richtig erkannt.
Jürgen Klingmüller mailte uns zum Bild in der vorigen Woche: „Im Vordergrund sind Straßenbahngleise der Berliner Straße zu sehen. In dem Gebäude vorn links befand sich der Haushaltswarenladen der Frau Stein. Scherzhaft wurde gesagt: ‘Da bekommst Du alles, vom Hufnagel bis zur Eisenbahnschiene’. Die Häuser im Hintergrund in der Petersilienstraße/Friedrich-Ebert-Straße haben den damaligen Kahlschlag überstanden.“
Heinz Knobloch wusste selbstverständlich auch Bescheid: „Auf der freien Wohnfläche müssten jetzt die Wohnscheibe Petersilienstraße, die Stadthalle und das jetzige Lindner-Kongresshotel sowie die Spreegalerie stehen. Man kann es sich leider nur schwer vorstellen nach dem Bild.“
Herbert Ramoth begründete seine richtige Lösung: „Für die Lösung ‘Petersilienstraße’ habe ich folgende Ansatzpunkte gefunden: Der Baumbestand auf dem Foto, konzentriert vor allem im rechten Teil des Bildes, schließt meines Erachtens nach B) die alte Roßstraße aus. Betrachtet man A) den früheren Thälmannplatz, müsste das Foto in Richtung Sandow aufgenommen sein und auch da ‘passt’ der Baumbewuchs nicht ins Bild, denn hier standen zu dieser Zeit noch Gebäude. Bei C) Petersilienstraße sieht das anders aus. Die Konzentration des Baumbestandes ganz rechts oben im Foto deutet auf den beginnenden Park in der Puschkinpromenade hin. Auch ist der helle Giebel des ersten Gebäudes an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Puschkinpromenade in Richtung Schmellwitz ein Indiz dafür.
An dieser Stelle noch eine Bemerkung: Schön, dass der Märkische Bote solche alten Fotos veröffentlicht, denn an Hand dieser Dokumentationen kann die Entwicklung der Stadt auch jüngeren Menschen nahe gebracht werden. Vielen Dank dafür!“
Georg Müller hat seine Antwort in einen geschichtlichen Zusammenhang gestellt: „Der Kern der Lausitzer Metropole soll ein sozialistisches Aussehen erhalten. Wo einst Kapellen-, Schul-, Logen- und Jägerstraße verliefen, wo u.a. Frau Stein ihre Haushaltwaren anbot, die Bäckerei Zinke florierte und der Schmiedemeister Krause fleißig werkelte, da entstanden das Hotel Lausitz und die Stadthalle, deren Einweihung am 3. Oktober 1975 erfolgte. Und die Petersilienstraße am nördlichen Rand des Geschehens konnte unbeschadet zusehen, auch das dortige Fleischkombinat. Dessen Stunde schlug so vor etwa zehn Jahren: daselbst verdeckt seitdem eine vergammelte Bauzaunwand eine Brachfläche, auf der wohl bald Villen und Reihenhäuser errichtet werden sollen; nur: der Euro hat sich hier etwas verklemmt.“




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