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Cottbus: In der Mauer ging es oft recht laut zu - Märkischer Bote
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Cottbus: In der Mauer ging es oft recht laut zu

16. Januar 2015 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: In der Mauer ging es oft recht laut zu

Im heutigen „Stadtwächter“ war zu DDR-Zeiten ein Jugendclub

Junge Bauleute trommelten auf Schlagzeugen / Vor 80 Jahren restauriert:
J. Rückert mailt uns: „Da bin ich mir sicher: Das war ein Jugendklub-Domilzil vom Stadtbaubetrieb. Die Lehrlinge und Jungfacharbeiter haben die Räume selbst nutzbar gemacht und sich dort dann getroffen.“ Gerhard Krug aus Senftenberg meint dazu: „In den 1970er Jahren stand vorn zur Berliner Straße noch ein Haus direkt an dieser Mauer. Da war ein Eisenwarengeschäft drin. Später wurde es hier dann nur noch laut. Der Jugendclub, nach dem gefragt wird, , muss hier Schlagzeug-Proben abgehalten haben. Es gab auch schon die ersten Dröhn-Lautsprecher.“
Georg Müller meint: „Damals junge Cottbuser erinnern sich an den Jugendclub in der Mauerstraße vis-á-vis dem Rat des Bezirkes. „Schirmherrschaft FDJ“ war das Geringste dabei, Hauptsache war, es ging zur Sache, hier also von 1980 bis zur Wende. Und danach: Na ja, da war dann ja noch der Stuk. Vorher erlebte dieses sogenannte Wieckhaus neben der Lindenpforte manches: Die Entstehung des zweigeschossigen länglichen Fachwerkbaues mit vorkragendem Oberstock ging auf das 17. und 18. Jahrhundert zurück. Tuchmacher sorgten sich um Unterkunft für ihre Arbeiter, nannten das Wollspinnhaus. 1842 wird hier als Eigentümer eine Witwe Lutze genannt. Ein Schlossermeister Müller signierte als ihr Nachfolger. Das Satteldach war mit Fledermausgauben ausgestattet. In den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte man im Erdgeschoss eine Geflügelschlachtanlage und eine Toilette untergebracht. Davor war vermutlich ja auch mal ein Arrestverbleib der damals danebenliegenden Polizeistation dort beheimatet. Der Tanzclub war also das Letzte vor der Wende.
Dann kamen die Schröders und motzten das Gebäude auf und eröffneten den neuen ‘Stadtwächter’ am 7. November 1995. Seit 2004 macht die neu eingerichtete Küchenanlage ihrem Ruf als ‘Minimauerküche’ alle Ehre.“ S. Schulz erinnert daran, dass die Mauerabschnitte hier und an der Töpferstraße um 1936 historisierend restauriert wurden. Gewonnen hat heute Michael Kuhrt aus der G. Moritz-Straße. Glückwunsch!




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