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Cottbus: Ein Appell für die Tram

8. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Ein Appell für die Tram

Die Gotha-Bahn steht in der Berliner Straße an der alten Musikschule;
B war richtig

S. Ramoth: „Was wär’ Cottbus ohne Straßenbahn“
Gewohnt kurzweilig schreibt uns der Cottbuser Georg Müller: „Hallo, ein Antifusionist grüßt die tapfere Schar der Bildungsaufrechten im Lande! Das Rätselbild gibt dem ‘Gothawagen’ – so nennen die Freaks diesen Triebwagentyp noch heute liebevoll – breiten Raum. Dem T 57 aus dem legendären Thüringer Waggonbau macht der hereingebrochene Winter offensichtlich noch nichts aus; und in dem Giebelhaus im Rechten der Aufnahme, im Schreiberschen Konservatorium, übt eine kleine Musikerschar gerade seine Huldigung für das nahe Weihnachtsfest. Hört man genau hin, so vernimmt man den Eingangschor ‘Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen’ aus dem Bachschen Oratorium, natürlich bescheiden instrumental ausgelegt und mit kleinster Chorbesetzung. Ach so, noch fehlt ja des Rätsels Antwort: Der Fotograf hat sich in der Berliner Straße postiert, da wo sich die Haltestelle Ströbitzer Weg befindet – die Alten kennen dies noch als ‘Feldwache’. Aber das ist längst vorbei, und die kleine Häuslichkeit musste dann zu DDR-Zeiten den Plattenbauten eines Teiles des Brunschwiger Wohnkomplexes Raum geben. Die lernbegierigen jungen Musikanten aber zogen anfangs der 70er Jahre in die Puschkinpromenade um.“
„Es ist nach meiner Erinnerung die Haltestelle der Volksmusikschule in der Berliner Straße. Gegenüber war eine Bäckerei und eine Lebensmittelverkaufsstelle“ mailt zur Bestätigung Michael Bodo Wunderlich.
„Lösung: B – Berliner Straße in Höhe der heutigen Haltestelle Ströbitzer Weg“ hält auch Katrin Lehmann aus der Rostocker Straße für richtig. Sie ergänzt: „Die Geschichte des heutigen Konservatoriums beginnt mit der 1952 begründeten ‘Volksmusikschule’. Ihren Sitz hatte sie über Jahrzehnte in den beengten Räumen der alten ‘Schreiberschen Musikschule’ (rechts im Hintergrund).“
Mit dem Ausschlussverfahren versucht es Herbert Ramoth: „1979 in Sandow zu Hause, ist mir in Erinnerung, dass unsere Linie 2 Richtung Sachsendorf fuhr. Die Sandower Hauptstraße kann also nicht die Lösung sein. Die Linie 1 fuhr 1979 über den Bahnhof Cottbus, und zwar von der Jessener Straße nach Schmellwitz. Damit kommt auch Alt-Schmellwitz für die Lösung nicht infrage.
Somit bleibt nur B) Berliner Straße, denn die Linie 3 fuhr von Ströbitz (die Berliner Straße entlang) nach Madlow. Und auch der Hintergrund lässt den Häuserverlauf der Berliner Straße erkennen. An dieser Stelle ist es sicher auch nicht vermessen an die Stadtverantwortlichen zu appellieren, sich für den Erhalt des Straßenbahnbetriebes in unserer Stadt einzusetzen. Was wäre Cottbus ohne die bewährte Straßenbahn – und das ganz besonders in einer Jahreszeit, wo Schnee und Eis den Straßenverkehr massiv behindern?!“
Sicher ist sich seiner Sache auch Horst Popp aus der Thierbacher Straße in Cottbus.: „Die Haltestelle befindet sich an der ehemaligen Musikschule. Ich habe als Student im Nachbargebäude Berliner Straße 139 gewohnt.“ Ebenso fest überzeugt zeigt sich diesmal Diethart Schulz: „Ich habe ganz nahe das Wohnungsbauprogramm der DDR erlebt, denn ich durfte mit meiner vierköpfigen Familie eine der ersten Wohnungen in der Rostocker Straße (mit Fernheizung!) beziehen.“
Horst Hauptmann aus der Max-Grünebaum-Straße erinnert sich auch noch an eine kleine Gaststätte neben der Musikschule. Weiter schreibt er:“Links, nicht im Bild, gab es eine Bäckerei, heute unter dem Namen Radigk bekannt. Viele Häuser mussten dem Neubau weichen.“




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