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Cottbus: Einst Cottbuser Flaniermeile

13. Mai 2016 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus, Damals war´s |

Cottbus: Einst Cottbuser Flaniermeile

In unserer letzten Ausgabe hatten wir den Luckauer Wall mit dem Japanischen Teehäuschen gesucht

Leser erinnern sich an den Luckauer Wall mit berühmtem Teehäuschen

Zahlreiche Leser haben die korrekte Antwort auf unser Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Klaus Herold aus Cottbus. Er schreibt: „Dieses schöne Foto zeigt die Schmuckanlage am Luckauer Wall. Der Pavillon stammt aus dem Jahr 1906. Man spricht deswegen vom Luckauer Wall, weil er zum Luckauer Tor führte. Die heutige Berliner Straße hieß in alter Zeit auch mal Luckische Gasse. Luckau war einstmals die Hauptstadt der Niederlausitz. Rechts im Hintergrund des Bildes sehen wir noch die alte Bebauung des historischen Klosterviertels. Die heutige Puschkinpromenade hieß einfach nur Promenade.“
Herbert Ramoth aus Cottbus weiß folgendes zu berichten: „Das Foto, das vor 80 Jahren aufgenommen wurde, zeigt den Lu-ckauer Wall in Cottbus (Lösung A). Vom Luckauer Tor, das sich einst in der Nähe befand, war im vergangenen Jahr zu lesen, dass Cottbuser Archäologen auf dem Stadthallenvorplatz fündig geworden sind. Gefunden wurden nicht nur Fundamente des ehemaligen Stadttores, sondern auch Keramikscherben. Auf Initiative des Cottbuser Verschönerungsvereins entstand diese innerstädtische Parkanlage. Im Jahr 1906 kam der japanische Pavillon, das Teehäuschen, dazu.  Die Umbenennung in Puschkinpromenade erfolgte im Juni 1949.“
Mehr zum Pavillon weiß Klaus Reiter aus Cottbus: Am 26. November 1906 wurde das sogenannte Teehäuschen eingeweiht. Es war ein japanischer Pavillon, dessen Ursprung nicht eindeutig überliefert wurde. Es könnte sein, dass es wegen dem deutschen Kolonialbesitz des chinesischen Pachtgebietes und Handelsstützpunktes Tsingtau  (1897) entstand. Es war einzigartig in unserem Gebiet. Dank engagierter Menschen wurde es öfter wieder instandgesetzt. Wir haben uns als Jugendliche dort oft getroffen, als ich noch in der Münzstraße gewohnt habe. Im Hintergrund die Bauten bilden die damalige Stadtmauer.“
Einen kleinen Wermutstropfen bringt der Cottbuser Wolfgang Bauch zur Sprache: „Unverkennbar auf dem Foto ist das 1906 eingeweihte Japanische Teehäuschen. Dieses leider immer wieder von Vandalismus heimgesuchte bauliche Kleinod entstand auf Initiative des städtischen Verschönerungsvereins auf dem ehemaligen Luckauer Wall, der heutigen Puschkinpromenade, schon damals eine der bevorzugten Flaniermeilen unserer Stadt. Der um 1950 beseitigte Spremberger Wall führte zum Spremberger Tor, von dem im Wesentlichen nur der gleichnamige Turm geblieben ist. Der heutige Käthe-Kollwitz-Park hieß früher Hindenburgpark (eines Ihrer Alternativangebote) und ist in Sandow gelegen. Antwort A ist also richtig.“
Dieter Kattusch aus Cottbus hat für die Lösung das Ausschlussverfahren angewandt. Hier sein Ergebnis: „Eine wirklich sehr interessante Aufnahme. Ganz so leicht scheint die Lösung für mich nicht zu sein. C scheidet aus, denn einen Park stellt das Bild nicht dar. Der Spremberger Wall, so glaube ich, war damals der Bereich vom Berliner Platz entlang der Stadtmauer zum Spremberger Turm. Also bleibt als Lösung nur A, der Luckauer Wall.“
Auch der Cottbuser Jens Pumpa weiß die richtige Antwort: „Auf Initiative des Städtischen Verschönerungsvereins entstand auf dem sogenannten Hohen Wall, dem Luckauer Wall, eine der Flaniermeilen der Stadt Cottbus. Diese wurde am 26. November 1906 eingeweiht. Die Ausmuldung zwischen dem inneren Stadtgraben und dem Luckauer Wall war im Jahr 1945 noch mit Gärten versehen. 1949/1950 wurde sie im Rahmen der Trümmerbeseitigung fast vollständig mit den Schuttmassen abgetragener Kriegsruinen verfüllt. Im Juni 1949 erfolgte die Umbenennung in Puschkinpromenade.
Vielen Dank allen fleißigen Schreibern!
Gewonnen hat diesmal Wolfgang Kroschel aus Cottbus. Wir freuen uns übrigens immer, wenn Sie uns auch ganz private Damals-Stadtmotive überlassen.




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