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Cottbus: Eng gewohnt ohne Bad - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbus: Eng gewohnt ohne Bad

27. April 2013 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Eng gewohnt ohne Bad

Der Gerichtsturm verriet’s – B war richtig. Heute gehört das Parkhaus zur Häuserreihe

Blick in die Burgstraße / Wasserspuren am Haus
Gute Augen machten sich bezahlt, wie Klaus Jung schildert: „Die kleineren Häuser wurden durch B) ein Parkhaus ersetzt. Entscheidender Hinweis war der Gerichtsturm rechts im Hintergrund. In dem vorderen rechten Haus befinden sich heute einige Rechtsanwaltskanzleien. In dem zweiten, etwas zurückgesetzten Haus, befand sich bis zum vergangenen Jahr das Café ‘Felicitas’.“
Details zur linken Hausreihe mailt Hans Schuft: „Hinter den beiden Fenstern unten links wurden von 1970 bis 1990 etwa 600?000 Stempel vulkanisiert und aufgeklebt. 1965 kaufte ich das Grundstück vom Fleischermeister Herrmann und baute es zur Stempelherstellung und Gravieranstalt um. Hinter den Fenstern befand sich früher die Kühlzelle der Fleischerei. Seit 1995 ist dahinter die Küche der Gaststätte. Sie schließt in diesen Tagen. Nach 1990 verlagerten wir die Herstellung in die Straße der Jugend. Das Foto muss vor 1980 aufgenommen worden sein, man sieht es an der aufsteigenden Feuchtigkeit, die wir später durch eine Elektroosmose zurück gedrängt haben. Wenn auch keine Menschen auf dem Foto zu sehen sind, war dieser Stadtteil doch dicht besiedelt. Allein in dem linken Grundstück, Neustädter Straße 10, wohnten 1965 noch 18 Personen auf engstem Raum. Selbst in unserem linksseitigen Grundstück, es waren übrigens drei Gebäude, wurden bis 1995 vier Toiletten auf dem Hof von allen genutzt. Bäder gab es keine. 1995 wurden zwei Gebäude durch ein neues ersetzt. Das Eckhaus ist bis zu den Grundmauern saniert und modern ausgebaut. Das Parkhaus wird sehr gut angenommen. Die Wohnungen in dem Viertel sind begehrt. Doch der Leerstand der Gewerbeflächen liegt bei über 50 Prozent.“
Michael Bodo Wunderlich grüßt seinen Freund Hans Schuft und merkt an: „An der Olympiade 1896 nahm der Firmengründer Gustav Schuft teil, sein Ehren-Pflasterstern steht vor dem Rathaus.“
Klaus Herold beschreibt: „Rechts sehen wir das Gebäude der einstigen Kornbrennerei Ernst Graske, danach kämen wir zum ‘Neustädter Tor’. Im Haus danach, den Geschwistern Michowius gehörend, hatte Willi Wunderschütz vor Ende des 2. Weltkrieges eine Bäckerei. Gegenüberliegend, am Neustädter Platz, zieht sich von der Burgstraße nun heute das Parkhaus in Richtung Osten hin; zuvor befand sich dort die erste Feuerwehrwache von Cottbus.“
Georg Müller taucht in die Geschichte ein: „Der schmalspurige Straßenzug, die einstige Spremberger Hintergasse – man nannte sie auch die Tuchmachergasse – zeigt noch die typische Baupräsentation des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, auch, hier im rechten Bildvordergrund Graskes Kornbrennerei und Likörfabrik von damals in diesem stattlichen Haus mit ausgedehntem Hofgebäude. Wer Neues übers Fernsehen wissen und erwerben wollte, der bemühte dann ein paar Schritte weiter Herrn Ender von EP. Er schaut nun längst von oben zu, aber das Geschäft steht weiter geflissentlich zu Diensten.“




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