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Cottbus: Erstes Theater im „Goldenen Ring“ - Märkischer Bote
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Cottbus: Erstes Theater im „Goldenen Ring“

Cottbus: Erstes Theater im „Goldenen Ring“
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Cottbus: Erstes Theater im „Goldenen Ring“

13. März 2015 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Erstes Theater im „Goldenen Ring“

Richtig war diesmal C – wir fragten nach dem früheren Cottbuser Theater

Früher ein Ort der Musen, ab 1909 Versammlungsraum fürs Stadtparlament:
Diesmal schreibt Georg Müller: „Im Fokus steht mit der Variante C die Nr. 21 des Altmarktes an seiner Südseite zwischen Mauer- und Neustädter Straße. Dieses gediegene Wohn- und Geschäftshaus war Ende des 16. Jahrhunderts ein Gast- und Ausspannhof. Nach dem Stadtbrand Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Vorderhaus neu hochgezogen und es entstand so gegen 1800 ein Hotel mit Gaststätte namens ‘Goldener Ring’. Die Stadt machte daraus nach 1908 ihr Stadthaus I mit Verwaltungsbüros. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber wurde der ‘Goldene Ring’ für Theaterver- anstaltungen im Quergebäude zur Scharrengasse hin genutzt. Eigens kam eine Ausstattung dazu aus dem ausgebrannten Berliner Viktoria-theater hierher und man erreichte insgesamt weit über 300 Sitz- und dazu 300 Stehplätze.“
Klaus Herold stellt fest: „Im Hotel ‘Zum Ring’ siedelte sich das Cottbuser Theaterleben an.
Erste Theater-Vorstellungen soll es in Cottbus (gemäß meinen Unterlagen) um 1800 gegeben haben. Später gab es einen Schauspieler Döbbelin, welcher ein Privileg besaß, in den königlich preußischen Landen Vorstellungen zu geben.“
Wolfgang Bau vom Fontaneplatz erläuteret: „Um den zentralen Innenhof dieses Grundstücks sind Gebäude verschiedener Bauepochen zusammen- gefasst. Eigentümer und Nutzung wechselten bis heute mehrfach. So war es im 19. Jahrhundert das Hotel ‘Goldener Ring’. Bereits zu Beginn des genannten  Jahrhunderts wurden im Hotel vereinzelt Theatervorstellungen gegeben. 1830 veranstaltete ein französischer Tambourmajor Konzerte, bei denen 15 Trommler gleichzeitig auftraten. 1854 erfolgte der Einbau eines Theatersaals im Obergeschoss des Quergebäudes. Als 1891 das  Berliner Theater ‘Viktoria’  geschlossen und abgerissen wurde, kam dessen Ausstattung ins alte Cottbuser Theater. Die letzte Spielsaison war 1907/08. Dann kaufte die Stadt das Haus. 1909 tagten dort erstmals die Stadtverordneten in einem neuen Sitzungssaal. 1915 wurde die Polizeiverwaltung Cottbus in dieses Gebäude verlegt, 1921 etliche Bereiche der Stadtverwaltung hier untergebracht. Seitdem wird vom Stadthaus gesprochen.“
Genau weiß Katrin Lehmann aus der Rostocker Straße: „Am 4. November 1909 tagten die Stadtverordneten erstmals in dem neuen Sitzungssaal. 1921 wurden 18 Bereiche der Stadtverwaltung in dem Haus am Altmarkt 21 untergebracht, das seit diesem Zeitpunkt als „Stadthaus 1“ bekannt ist. Nach dem Krieg tagten in diesem Hause wieder die Cottbuser Stadtverordneten.“
Olaf Künzerl ergänzt: „In DDR-Zeitern wurde der einstige Theathersaal nur noch gelegentlich genutzt. Es gab, Pläne, hier ein Energiemuseum einzurichten, das die Nutzung der Braunkohle im 19. und 20. Jahrhundert darstellen sollte. Aber die Idee wurde nie verwirklicht.“
Gewonnen hat heute Georg Müller.
Herzlichen Glückwunsch!




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