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Altes Cottbus: Das frühere Gymnasium am Oberkirchplatz

15. Juni 2013 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Altes Cottbus: Das frühere Gymnasium am Oberkirchplatz

C war richtig, der Australienforscher Leichhardt lernte hier

Das frühere Gymnasium diente bis 1945 als Cottbuser Heimatmuseum / Hier lernte einst Ludwig Leichhardt.
Jubilierend meldet sich unser Leser Georg Müller, Gewinner der letzten Woche: „In Siegesfreude und Dankbarkeit überschäumend, versucht sich Ihr Leser und Rater diesmal dem weltumspannenden Thema zu widmen: Friedrich Wilhelm (der obrigkeitswillige Vornamensteil) Ludwig LEICHHARDT (1813 – 1848) kam aus des Torfinspektors Haus in Trebatsch, machte das Abi 1831 am Cottbuser Oberkirchplatz und studierte über die Maßen eine breite Palette anspruchsvoller Themen, wie Philosophie, Religion, Sprachwissenschaft, Botanik und Naturkunde verzweigter Art im nahen Berlin und in Göttingen. Daselbst lernte er seinen Willi, den Engländer Nicholson, kennen, der dem in Preußen inzwischen zum Fahnenflüchtigen Erklärten von England aus 1842 einen Segeltörn nach Australien, seinem Jugendtraum, ermöglichte. Ludwig blieb bei seiner dritten Erkundung mit seinen Leuten verschollen. Die Australier verehren ihn als Nationalhelden, und jedes Schulkind kennt ihn.“

Nun, Letzteres ist maßlos übertrieben. Leichhardt ist als einer der Entdecker bekannt, aber keineswegs populär in Australien, wie ausschließlich in Cottbuser Medien seit Jahrzehnten etwas eitel geschrieben wird. In dem Riesenland ehrt und kennt man lokale „Helden“, die staubigen Geschichten der Besiedlung sind aus turbulenter High-Tech Gegenwart weitestgehend ausgeblendet. Höchstens Touristen interessieren sich dafür.
Für unser Motiv indessen interessierten sich viele Leser, die auch allerhand Lebensdaten Leichhardts kennen. Bemerkenswert ist, dass es Anfang des 19. Jahrhunderts in Cottbus sehr gute Lehrer gab, die den berühmten Schüler und viele andere hervorragend für Studien an deutschen Universitäten, vor allem in Berlin und Leipzig, vorbereiteten.
Mit der Platzsituation und den Häusern rechts beschäftigen sich mehrere Leser. Karl-Heinz Schlodder aus Kolkwitz erinnert an den Lebensmittelladen Bauer vorn rechts (etwa bis 1970), und von mehreren Mitgliedern der Familie Skorna gab es Texte und Dokumente, weil „in dem halb verdeckten blauen Haus meine Großeltern wohnten“, schreibt Joachim Skorna. 1908 zogen sie dort ein, Mutter Skorna lebte bis 1943 hier. „Das Heimatmuseum haben wir als Schüler im Unterrichtsfach Geschichte besucht“, schreibt Herr Skorna. „Ich erinnere mich an Exponate zur Geschichte der Wenden und an Zeugnisse der Baugeschichte der Stadt. Leider ging das alles zum Ende des Krieges verloren.“

Weitere Beiträge über das historische Cottbus finden Sie hier!




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