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Cottbus: Ich war die Prinzessin aus dem Turm - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbus: Ich war die Prinzessin aus dem Turm

Cottbus: Ich war die Prinzessin aus dem Turm
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Cottbus: Ich war die Prinzessin aus dem Turm

3. Juni 2016 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Ich war die Prinzessin aus dem Turm

Der Münzturm am Weg zur Gaststätte „Zur Münze“ (B)

Renate Pforte erlebte hier ihre Kindheit und auch noch ihre Hochzeitsnacht:
Renate Pforte aus Cottbus fühlt sich in ihre Kindheit zurückversetzt: „ Zu sehen ist die Münzstraße. In diesem Haus (Nr. 42) bin ich groß geworden. Ich wurde hier 1949 geboren. Es gehörte meinen Großeltern Wilhelmine und Gustav Conrad. Meine gesamte Kindheit verbrachte ich dort. Mit 19 habe ich geheiratet und in diesem Haus auch meine Hochzeitsnacht verbracht. Im Münzturm spielten wir immer Prinzessin. Ich habe später sogar meinen Enkeln erzählt, dass ich einst Prinzessin war und in einem Turm gewohnt habe. Auf den Turm führte eine Treppe. Hier hing meine Oma die Wäsche auf. An der Ecke befand sich die Kneipe ‘Zur Münze’. Mein Opa hat dort immer sein Bier getrunken.“
„Rechts herum“, schreibt Klaus Reiter vom Eschenweg, „geht es zur ehemaligen ältesten Gaststätte ‘Zur Münze’. 1974 sind wir dort oft nach der Schule Bockwurst essen gegangen und Limo trinken. Dort war eine sehr nette Kellnerin, die später im Kfz-Laden in der Nähe des Bahnhofs als Verkäuferin gearbeitet hat. Karl Paul eröffnete die Gaststätte 1909 und konnte anschließend auch das Grundstück erwerben. Erich Paul dürfte älteren Cottbusern noch bekannt sein. Die ‘Münze’ war eine urige und beliebte Kneipe. Leider wurde 1988 der Abriss beschlossen, obwohl das Haus unter Denkmalsschutz stand.“ Auf den angedeuteten „Sonntagsspaziergang“ bezieht sich Herbert Ramoth. „Er könnte nach dem Gottesdienst in der Klosterkirche die beschauliche Münzstraße entlang, am Münzturm vorbei nach rechts zu Pauls Restauration ‘Zur Münze’ geführt haben. Diese Traditionsgaststätte nahm allerdings 1988 ein tragisches Ende. Nachdem die Eheleute Nickusch als letzte Besitzer dieser Gaststätte viel Geld und Zeit in die Substanz gesteckt hatten, erfuhren sie durch die Presse, dass der Abriss der Gaststätte beschlossen wurde.“
Jürgen Klingmüller aus der Willy-Brandt-Straße weist darauf hin, dass gleich neben der Gaststätte bis 1945 der Weber und Kommunist Max Döring wohnte. Er war der erste, vom sowjetischen Stadtkommandanten Tscherwjakow eingesetzte Nachkriegs-Bürgermeister unserer Stadt. Auch das hier abgebildete Haus (Münzstraße 42) war – wie schon das im Rätselbild zuvor – eines der ‘Judenhäuser’ in Cottbus, die auf Veranlassung des damaligen OB Franz Viktor Freiherr von Baselli ab Juni 1942 eingerichtet wurden. Das Gärtchen mit dem Türchen zum Wall  gibt es schon lange nicht mehr. Bei der Sanierung der Stadtmauer in den 30er-Jahren wurde der alte Zustand wieder hergestellt. Heute ist das ein schmuckes Wohnhaus für zwei Familien.“ Gewonnen hat Klaus Reiter.
Herzlichen Glückwunsch!




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