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Cottbus: Tuche und Tanke

6. Dezember 2008 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Tuche und Tanke

Tuche und Tanke auf einem Bild

In dieser Woche haben unsere Leser das Bild gleich erkannt.
Helga Werner mailte uns: „Die Lösung ist Antwort C, die Franz-Mehring Straße. Wie lange die Tankstelle schon weg ist, kann ich nicht genau sagen, aber es könnte mit 15 Jahre hin kommen. Sie stand sehr lange leer und zerfiel. Dieses große Gebäude auf der rechten Seite war damals die Tuchfabrik. Ich bin dort täglich auf dem Weg zur Arbeit vorbei gefahren und das waren auch 15 Jahre. Mit solchen Bildern kommen alte Erinnerungen wieder ins Gedächtnis und man sagt ‘dies Zeit war doch schön gewesen’.“
Volker Kahdemann erinnerte sich ebenfalls: „Es ist natürlich die Franz-Mehring-Straße mit der ehemaligen Minoltankstelle. Normalerweise war die Straße stärker befahren und es war nicht einfach, die Tankstelle anzusteuern, wenn man aus Richtung Westen kam und und nach dem Tanken in Richtung Osten weiterfahren wollte. Anfang der 90er Jahre stellte die Tankstelle ihren Betrieb ein, denn größere und modernere waren entstanden. Nur einmal herrschte dort noch Hochbetrieb, als zu erfahren war, dass an dieser Stelle eine polnische Station ihren Betrieb aufnehmen und Kraftstoffe für polnische Preise verkaufen würde. Leider übersahen die herbeigeeilten PKW-Besitzer, dass der Eröffnungstag ein 1. April war. Die Gebäude auf der rechten Straßenseite gehörten damals zu einem Textilbetrieb, das Viergeschossige ist heute mit einer Arkade versehen und beherbergt u.a. das Fahrradgeschäft Dubra mit Werkstatt.“
Georg Müller verpackte seine Lösung wieder in eine kleine Geschichte. „Es ist die Zeit um die Wende. Gerade noch schenkt der Minol-Pirol seinen Sprit für Zwei- und Viertakter aus, und die Werkhallen des VEB Tuchfabrik Cottbus, Werk I, sich westlich an das Hauptgebäude anschließend, stehen auch noch. Dieser vier- und einstöckige Industriebau beherbergte einst eine Färberei, in jüngerer Zeit wurde hier fleißig gewalkt und trappiert.
Aber längst ist alles vorbei; die Marktwirtschaft hat’s gerichtet. Die Tankstelle wurde abgerissen, der Standort musste aufwendig saniert werden, und im Bild zur Rechten gähnt seit Jahren eine hässliche große Baulücke.“
Maik Zeisig wusst noch genauere Angaben: „Das hintere, rechte große Eckgebäude war die Cottbuser Tuchfabrik. Das zweite Gebäude war die Stopferei und das längliche Gebäude war die Wäscherei, wo Tuche veredelt wurden. Zur Tankstelle. Ich kann mich gut erinnern, denn mein Vater hat 42 Jahre einen Tankwagen bei Minol gefahren und da hatte er mich manchmal mitgenommen. Ich war ganz stolz, wenn ich zuschaute, wie er mit den Schläuchen vom LKW die Kraftstofftanks in der Erde befüllte.“




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