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Cottbus: Waren kamen per Rutsche zur Kasse - Märkischer Bote
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Cottbus: Waren kamen per Rutsche zur Kasse

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Cottbus: Waren kamen per Rutsche zur Kasse

14. November 2014 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: Waren kamen per Rutsche zur Kasse

Der Fotograf stand auf dem Altmarkt, als er die Eckhäuser von Sprem und Marktstraße festhielt. C) war richtig

An der Tramhaltestelle „Altmarkt“ gab’s feine Kleidung und Uhren:
Die beiden markanten Häuser wurden gut erkannt. „Der Altmarkt ist richtig“, schrieb Susanne Hauptmann wie viele weitere Rätselfreunde. „Links im Bild – Ecke Spremberger und Marktstraße – sehen wir das damalige Uhren- und Goldwarengeschäft Harzmann. Gegenüber in diesem architektonisch schönen großen Eckhaus befindet sich heute ein Eiscafé.“ Das loben weitere Leser, und Horst Hauptmann ergänzt: „Der Name dieses Geschäftes lautet ‘Haus Merkur’. Heute befindet sich hier die Eisdiele ‘Da Capo’. Erst beim genauen Hinschauen konnte man sich an vergangene Zeiten erinnern.“
Zu den Tramgleisen notiert Otto Blunck: „Sie überqueren aus der Sprem kommend noch die Marktstraße. Die Passantin steht im Haltestellenbereich ‘Altmarkt’. Die Tram bog dann nach rechts in Richtung Sandow oder links in die Berliner Straße ein.“
Auf den Zebra-Fußgängerüberweg macht Dietmar Sachs aufmerksam. „Hinter dem Fotografen befand sich ein Wartehäuschen. Den Herrenausstatter rechts gab es bis in die 1980er-Jahre. Die Aufnahme könnte in den 30er bis 50er-Jahren entstanden sein.“
Herbert Ramoth mailt: „Die Straßenbahn fährt seit 1974 nicht mehr durch diese Straße. Ab Oktober 1976 ist die Spremberger Straße Fußgängerzone. Das Haus rechts war zu DDR-Zeiten das HO-Bekleidungshaus ‘Herrenausstatter’, eine Verkaufseinrichtung auf zwei Etagen mit gutem Warenangebot und freundlichen Verkäuferinnen. Nach 1990 war hier ein Spielzeugladen ansässig, seit 2006 ist es das beliebte Eiscafé ‘Da Capo’. Weitere sehr bekannte Einrichtungen in der Marktstraße waren Persecke (Drogerieartikel, Farben, Lacke und Zubehör) und das allseits bekannte und beliebte ‘Gastmahl des Meeres’, das von Herrn Pichl und seiner Frau bestens geführt wurde.“
Renate Brinke bemerkt: „Zu sehen ist auch, dass damals das Kopfsteinpflaster mit Reisigbesen gereinigt wurde. Da blieb der Sand natürlich in den Fugen und die Steine fest. Heute wird der Sand mit Kehrmaschinen rausgesaugt, und es ist ein fürchterliches Gehoppel, wenn man mit dem Fahrrad drüberfahren muss.“
Zum Herrengeschäft mailt Klaus Herold: „Dort wurde Herren-Konfektion schon vor dem Krieg angeboten und später (30er-Jahre) auch Herren- und Damen-Bekleidung. In der DDR gab es dort ebenfalls Konfektion, sogar bis nach 1989. Ich erinnere mich noch an die recht steile Treppe, welche in die ‘Belle Etage’ führte. Wenn man sich zum Kauf entschlossen hatte, dann wurde die Ware über eine Rutsche zur Kasse ins Erdgeschoss befördert. Das Foto muss übrigens beachtlich alt sein. Ich schätze, dass es um die Zeit des Zweiten Weltkrieges entstanden ist.“
Georg Müller kritisiert den bei der Jugend üblichen Begriff „Klamotten“ und meint: „Ich glaub’ nicht, dass die Geschäftsführerin und ihre Mitarbeiter die leichtfertige Umgangsbezeichnung für die stets ausgewählten Bekleidungsartikel ihres Hauses begrüßen würden. Das Gebäude stammt aus den 1880er-Jahren und wie das gegenüberliegende ‘Zum Mercur’; die Ansicht des Eckerkers bestimmt die Fassadennoblesse dieses Gebäudes. 1896 erbaut, 1902 ausgebrannt, ein Warenhaus ab 1910 und nun kommt der ‘Gossenhauer‘ – passend anstelle des Gassenhauers gewählt – Klamotte wieder, 1810 das Herrenkonfektionsgeschäft des Paul Löst. Jetzt ergötzt man sich hier an den verschiedensten Eissorten und ihren geschmackvollen Zutaten.“
Allen Ratefreunden vielen Dank. Gewinner ist diesmal Sandro Glode aus Cottbus.
Herzlichen Glückwunsch!




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