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Cottbus: ZN 99-44 hat das Datum verraten - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbus: ZN 99-44 hat das Datum verraten

1. Dezember 2007 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Cottbus: ZN 99-44 hat das Datum verratenZN 99-44 hat das Datum verraten
Unser Foto war diesmal auch ein Aufmerksamkeitstest. Das Nummerschild des Framos ganz links ließ eine gute Einordnung des Datums zu: 1965!
Georg Müller hat das richtig erkannt: „Das Fahrzeugkennzeichen macht’s möglich, es ist so um 1965 fotografiert worden.“
Jürgen Klingmüller ergänzt: „Erst beim genauen Anschauen wird man sich für B entscheiden. Dafür spricht das Kfz-Kennzeichen links und der PKW, ein EMW 340 rechts im Bild. An den Häusern im Hintergrund hat sich bestimmt zwischen 1940 und 1965 nicht viel verändert.“
Aber auch zum Platz haben uns Leser wieder Erinnerungen mitgeteilt: „Zum Wochenmarkt kamen damals wie heute Bauern und Gärtner der umliegenden Dörfer, um Blumen und Gemüse von Klapptischen aus zu verkaufen“, schreibt Volker Kahdemann. „Erinnern werden sich die älteren Cottbuser an die beiden Saspowerinnen, die auf einem Plattenwagen mit einem gewächshausähnlichem Aufbau junge Gemüse- oder Blumenpflanzen für Kleingärtner anboten (den Wagen habe ich unlängst in Saspow stehen sehen!). Ein Kolkwitzer kam regelmäßig mit einem voll beladenen Hundegespann nach Cottbus. An den Markttagen strampelten sich ältere Landfrauen in sorbischen Röcken und Blusen mit ihren Fahrrädern ab, behangen mit allem möglichen Behältnissen, um ihre Gartenerzeugnisse an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein älterer Mann mit Stoppelhaarschnitt gehörte damals zum Marktbild. Aus einer Bude verkaufte er Kurzwaren, in den kalten Monaten bekleidet mit Handschuhen ohne Finger, ansonsten aber ohne dicke Wintersachen. Verwunderlich ist, dass auf dem Foto so wenige Käufer zusehen sind. Das war in der Regel nicht der Fall, denn in Konsum oder HO bekam man das Gemüse nicht so frisch angeboten.“
Heinz Scholler schrieb uns: „Das Bild ist 1965 aufgenommen worden. Zu begründen ist das auch mit dem im Vordergrund stehenden Wägelchen, das Kettenlaufräder vom Panzer hat, diese gab es vorher nicht. Die Häuserfront ist die Nordseite vom Altmarkt.“ Für Heinz Knobloch war es ebenfalls das verräterrische Nummernschild, das ihm die richtige Lösung bescherte. Ihm und allen Ratern vielen Dank.




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