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Damals wars Cottbus: Linie 1: von Schmellwitz zum Bahnhof

6. Juli 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Damals wars Cottbus: Linie 1: von Schmellwitz zum Bahnhof

Lösung B war richtig – die Linie 1 fuhr durch die Karlstraße

Durch die Karlstraße schaukelte die Straßenbahn recht abenteuerlich.

 

„Das muss wohl um 1980 gewesen sein oder ein Jahr früher“, schreibt Angela Sachse. „Ich hatte damals den Arbeitsweg mit dem Kind zur Kinderkombination in der Richard-Wagner-Straße. Ich erinnere mich gut, dass die Mütter ihre Kinderwagen hier immer festhalten mussten, weil die Bahn recht abenteuerlich schaukelte. Das war manchmal auch lustig, jedenfalls für uns Jüngere. Ältere Menschen mussten sich gleich setzen, sonst fielen sie um, wenn die Straßenbahn anfuhr. Aber das war damals kein Problem. Junge Menschen standen noch auf, wenn ältere einstiegen. Das war in Cottbus selbstverständlich. Die Eins kam damals übrigens vom Bahnhof durch die Stadtpromenade.“
Nicht alle Leser erkannten die Karlstraße, einige vermuteten die Haltestelle auch in der Schmellwitzer Straße, also jenseits vom Nordfriedhof. Heinz Knobloch schreibt: „Es handelt sich um B) die Karlstraße, und es ist wieder ein schönes Bild vom alten Cottbus. Wenn es auch keine Häuser mit den protzigen Fassaden wie in der Bahnhof- oder Karl-Liebknecht-Straße sind, aber trotzdem passen sie ins Stadtbild und in diesen Stadtteil.“
Frank Pumpa geht davon aus, dass es sich um die Haltestelle Zimmerstraße handelt, und Edith Jänke merkt an: „Hier gab es eine Schreibmaschinen-Werkstatt. Daher glaube ich, dass es die Karlstraße ist. Die Straßenbahnen waren früh und abends immer proppenvoll, fuhren mit zwei Hängern im Sieben-Minuten-Takt. Heute sitzt jeder in einem Auto und nur wenige in der Bahn.“ Auch Jan und Brigitte Albrecht erkannten die Szene in der nach Norden führenden Karlstraße.

D. Sauer aus Halle war wohl in Cottbus zu Besuch und hatte bei Heimatforscher Helmut Donner nachgelesen: „Die Straße ist nicht nach einem König wie andernorts, sondern nach dem Cottbuser Zimmermeister Karl Simon benannt, der diese Straße in Richtung Nordfriedhof anlegte. Schon 1879
bekam sie ihren Namen.




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