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Damals war's Spremberg: Das Kaiserliches Postamt ist bekannt - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Damals war’s Spremberg: Das Kaiserliches Postamt ist bekannt

26. Juli 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Viele Leser bedauern den Leerstand des markanten Spremberger Gebäudes.

Damals war's Spremberg: Das Kaiserliches Postamt ist bekannt

Kein Problem für unsere Rätselfreunde – richtig war natürlich Lösung B – Spremberg

„Endlich wieder einmal ein Bild aus Spremberg in der Ausgabe Spremberg.“, freute sich nicht nur H.-J. Klammer aus Gotha. Viel Post erreichte uns zum Rätselbild, und alle Einsender lagen richtig.
„Das Bild zeigt Spremberg, in der Langen Straße. Aufgenommen wurde es von der nahen Spreebrücke aus. Links ist das große Gebäude der Post, die nun leider zu ist. Rechts ist hinterm Bildrand, hier nicht zu sehen, die Gaststätte und Pension ‘Zur Post’. Sonst hat sich hier nicht viel verändert, die meisten Gebäude wurden erhalten und nach der Wende saniert. Hinten ist der Turm der Kreuzkirche zu sehen.“, so Jörg Wittich aus Neuhausen. Werner Lehmann aus Spremberg schrieb: „Die alte Aufnahme wurde am Ende der „Langen Brücke“ zur „Langen Straße“ gemacht. Natürlich erkennt man gleich das markante Spremberger Post-Gebäude. Es ist ein historisches Gebäude mit dem Telegrafenturm und Uhr, und dieser Backsteinbau wurde im Jahre 1904 eingeweiht (s. Inschrift am Haus). Leider wurde es aus Sicherheits- und Kostengründen geschlossen. Hinter der Post stehen noch die Geschäftshäuser, ohne Kriegseinwirkungen, und wie sie mir von alten Postkarten und Aufnahmen bekannt sind. Der Blick zeigt auch zur Erklärung und Richtung die Spremberger Kreuzkirche. Im Hintergrund links steht, so wie heute, ein Schreib- und Bürowarengeschäft. Das Haus mit der Reklame „Möbel-Halle“ von Oswald Klose war aber auch als Maler bekannt. Unten im Haus waren immer Spezialgeschäfte für Fahrräder und Nähmaschinen, der Name Neumann/Trautmann sagt mir heute noch etwas. Aber auch Fachgeschäfte wie Tabakwaren, Haushaltwaren, eine Drogerie mit dem Namen I. Rau. Also ein ständiger Wechsel der Betreiber ist hier zu verzeichnen, es war eben unsere Geschäftsstraße bis zum Marktplatz.“
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Damals war's Spremberg: Das Kaiserliches Postamt ist bekannt

Unser Leser Dieter Leubauer schickte uns ergänzend zu seiner Antwort dieses Bild und schrieb: „Im Juli 1983 machte ich fast von gleicher Stelle ein ähnliches Foto. Nun sieht man hier vor dem Postgebäude einen PZV-Zeitungskiosk und eine Telefonzelle sowie einen aus der Poststraße gekommenen Trabant.“ | Foto: D.Leubauer

Unser eingangs erwähnter Leser H.J. Klammer aus Gotha hat besondere Erinnerungen an das Postgebäude. „Ich kenne es solange ich denken kann und das ist schon eine Weile, da ich 1939 in Spremberg geboren bin. Im Vorraum waren dicke schallgeschützte Telefonzellen. Wenn man telefonieren wollte, musste man sich in der Schalterhalle links anmelden. Dort wurde die Verbindung hergestellt und es wurde die Nummer der Telefonzelle genannt, in der man das Gespräch führen konnte. In der rechten Halle waren die Paketschalter. Lang, lang ist es her. Sowohl die Post als auch die anderen Gebäude auf dem Bild sind von den Bomben des Krieges verschont geblieben. Zu der angesprochenen Gaststätte ist klar, es handelt sich um die Gaststätte ‘Zur Post’. In dieser habe ich zum Heimatfest vor zwei Jahren übernachtet und war sehr zufrieden. Zu der Gaststätte habe ich als Kind eine Zeit lang früh vor der Schule frische Brötchen getragen, da meine Eltern eine Bäckerei in der Mühlenstraße hatten.“
Klaus Reiter aus Cottbus wusste: „Da ich zwei Jahre in Spremberg im AWH am Markt gewohnt habe, ist mir das Postamt noch sehr vertraut. 1847 begann der Bauunternehmer Richard Mittag mit dem Bau des kaiserlichen Postamtes. Die Einweihung 1883 wurde durch den Generalpostmeister Heinrich von Stephan durchgeführt. 1890 wurde der Telegrafenturm (nicht im Bild) in Betrieb genommen. In der Halle links konnte man seine Tageszeitung kaufen. Leider wurde das Postamt im August 2017 geschlossen.“
Kristina Stöckl hat ganz besondere Erinnerungen: “Meine Mutti arbeitete dort in den 70er Jahren oben hinter dem Balkon. Manchmal habe ich sie nach der Schule besucht…das war immer ein Erlebnis. Im kleinen Laden dahinter gab es Süßigkeiten… Lakritze für 10 Pfennig, die hat noch geschmeckt! Und die Negerküsse -10 Stück heimlich nach Hause geschmuggelt und nicht geteilt, sondern alle alleine gegessen… Schade nur, dass das Postgebäude nun so traurig seiner Dinge harrt.“
Auch Dieter Leubauer, der uns das nebenstehende Foto schickte (vielen Dank dafür) wünscht sich: „Das schöne Gebäude – jetzt leider ohne Post – sollte unbedingt erhalten bleiben.“
Vielen Dank allen Einsendern!

Weitere Beiträge über das historische Spremberg und das Umland finden Sie hier!




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