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Damals war's: Die schöne Villa für die Stadtbibliothek - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Damals war’s: Die schöne Villa für die Stadtbibliothek

28. Februar 2020 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Weitere Beiträge über das historische Spremberg und das Umland finden Sie hier!

In „Berliner Eck“ gegenüber kehrten die Dienstreisenden sehr gerne ein

Damals war's: Die schöne Villa für die Stadtbibliothek

B war richtig – diese Fabrikantenvilla gibt es noch in Spremberg – das Lokal gegenüber leider nicht

Das Motiv der letzten Woche war in der Tat vielen einstigen Dienstreisenden gut bekannt. Günter Peschank mailt: „In den 50 er Jahren bin ich wöchentlich von Branitz mit dem Fahrrad nach Schwarze Pumpe an der Villa vorbei gefahren. In dem Haus hatte zu der Zeit der Stadtarchitekt von Spremberg sein Büro. Die Villa steht, von Cottbus kommend, direkt an der Kreuzung, wo es links zur Stadtmitte und rechts nach Schwarze Pumpe geht. Gegenüber, hinter dem Baum gelegen in Richtung Cottbus stand die Gaststätte ‘Zum Schwarzen Eck’; dort hielt ich auf der Heimkehr oftmals für eine Erfrischung an. Heute hat sich das Bild der Kreuzung mit seiner breiten Öffnung total verändert. Die Gaststätte gibt es nicht mehr.“
Christian Lehm aus Cottbus erinnert sich: „In dieser Villa war Ende der 80er Jahre u. a. die Staatliche Bauaufsicht beheimatet. Dienstlich hatte ich dort mehrfach zu tun. In der Gaststätte gegenüber habe ich auch oft gegessen. Ende 1959 und Anfang der 60er Jahre war ich am umfangreichen Straßenbau in Spremberg als Bauleiter beteiligt, von daher meine Kenntnisse.“
Sebastian Sachse schreibt: „Wenn ich in der Hoyerswerdaer Gegend zu tun hatte und abends Richtung Cottbus fuhr, habe ich gern gegenüber dieser Villa im ‘Berliner Eck’ noch Pause gemacht. Das war eine der wenigen Gaststätten im Bezirk Cottbus, wo es auch nach 22 Uhr noch etwas zu essen gab. Ich erinnere mich an sehr gute Bratkartoffeln. Und preiswert war es auch. Die Einrichtung war ganz schlicht – jedenfalls erinnere ich mich an ganz einfache Plätze gleich im Vorraum. Weiter drinnen hatten wohl die Stammgäste bei Bier und Kurzen das Sagen.“
Die Aufnahme zeigt die Villa Sinapius mit im Hintergrund stehender Tuchfabrik, Nach der Wende wurde rechts ein Opelvertrieb mit Werkstatt errichtet“, schreibt Werner Lehmann aus der Karl-Marx-Straße in Spremberg. Und weiter: „Wir befinden uns an der Berliner Kreuzung in Spremberg. Die gesuchte Gaststätte ‘Berliner Eck’ wurde abgerissen und an gleicher Stelle entstand eine Auto-Werkstatt. Die sehenswerte Villa ließ der Bauherr, und Tuchfabrikant, Kommerzienrat Sinapius im Jahr 1888 errichten. Knapp 100 Jahre später zog ins restaurierte Haus die Bibliothek, die nach der Wende ins Schloss verlagert wurde.“
H.-J. Klammer liest uns in Gotha. Er mailt: „Bei dem Bild dieser Woche handelt es sich eindeutig um die Sinapius-Villa an der Ecke Dresdner Straße/ Berliner Straße in Spremberg, die es heute noch gibt. Bei der erwähnten Gaststätte handelt es sich um das ‘Berliner Eck’, eine rustikal eingerichtete beliebte Gaststätte. Das Bild muss schon sehr alt sein, da darauf die Gleise der Spremberger Stadtbahn noch nicht zu sehen sind.“
„Wieder mal in meiner zweiten Heimat, in Spremberg“, freut sich Klaus Reiter vom Eschenweg aus Cottbus. „Wir sehen die Sinapius-Villa in der Berliner Straße 65. Im Jahr 1888 wurde durch den Kommerzienrat Adolf Sinapius die Villa erbaut. Geht man in die Dresdener Straße, sieht man noch die Ruine der großen Spinnerei. Auch das herrliche schmiedeeiserne Tor ist zu bewundern. Die großen Fabriken hatten auch einen Stadtbahnanschluss. Leider brannte die Spinnerei im Januar 1942 bis auf die Grundmauer nieder. Es war ein vierstöckiges Gebäude. Die Villa wurde 1970 und 1983 rekonstruiert. Ab 1970 war dort die Stadt- und Kreisbibliothek beheimatet. Leider steht sie seit 1999 leer.“
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist die Villa des ehemaligen Spinnereibesitzers Sinapius“, weiß auch Rainer Wollmann vom Tannenweg in Kolkwitz-Hänchen. „Das markante Gebäude zeugt vom Wohlstand der Textilindustrie in der Lausitz und Umgebung.
Zu DDR Zeiten befand sich in diesem Gebäude die Stadt- und Kreisbibliothek. Nach langer Suche nach einem Investor wurde das Gebäude in 2007 zwangsversteigert.“
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