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Damals war’s: Echt oder vielleicht eine Fälschung?

30. August 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

Damals war's: Echt oder vielleicht eine Fälschung?

A) den Senftenberger Markt zeigten wir letzte Woche

Der Wegweiser auf dem Senftenberger Markt irritiert manche Leser.

Frank Häder aus der Spremberger Straße in Forst (Lausitz) freut sich, dass er gleich den Senftenberger Markt erkannte. Werner Lehmann aus der Karl-Marx-Straße in Spremberg erklärt hierzu: „Die Stadt/Amt Senftenberg war bis 1815 sächsische Grenzstadt und nach dem Wiener Kongress wurde sie der Mark Brandenburg/Preußen mit der Niederlausitz, heute sagt man dem Land Brandenburg, zugeordnet. Die Abbildung geht mit Blick zur Peter-Paul-Kirche vom Markt. Er wurde auch Mägdemarkt bzw. bis zur Wende ‘Platz der Freundschaft’ genannt. Der in historischer aufwendiger Bauweise rekonstruierte und neu gestaltete Markt ist heute wieder eine Sehenswürdigkeit. Hier finden heute noch der Peter-Paul-Markt, der Weihnachtsmarkt und der Wochenmarkt statt.“ Reinhard Semt mailt uns: Lösung A – Senftenberger Markt ist richtig. Auch ohne Schilder zu finden, da die Märkte von Peitz und Spremberg anders aussehen. Zu den Schildern: ‘Tagebau Tatkraft’ zeigt nach Norden. Der um 1930 aufgeschlossene Tagebau Ilse-Ost trug von 1949 bis 1957 die Bezeichnung ‘Tagebau Tatkraft’ und lief dann bis 1978/80 unter der Bezeichnung Tagebau Sedlitz. ‘Werk Franz Mehring’ zeigt nach Süden (Südwesten wäre richtiger) in Richtung des VEB BKW Franz Mehring, vormals Brikettfabrik(en) Marga I/II und nach Umstrukturierungen in den 60er Jahren Brikettfabrik(en) Brieske I/II.” Norbert Klar aus der Schillerstraße in Schipkau sieht das kritischer. Er schreibt: „Es irritiert die Kirchturmspitze. Das Schild ‘Werk Franz Mehring’ meint Brieske. Die Himmelsrichtung kommt hin. Das Schild ‘Tagebau Tatkraft’ meint Großräschen (Süd). Die Himmelsrichtung ist falsch. Das Schild müßte 90° gedreht sein, aber dann könnte es der Betrachter von dieser Position aus nicht lesen. Das Bild ist entweder eine Montage oder ein Modell. Oder schlicht und einfach eine Fälschung.“
Renate Brinke aus der Hagenwerderstraße in Cottbus freut sich: „Hallo lieber Bote, da muß ich mich doch heute wirklich wieder mal beteiligen.Es ist so ein hübsches Bild vom Senftenberger Markt. Am auffälligsten ist der Wegweiser links. Der weist genau nach rechts zum Tagebau, den heutigen Senftenberger See. Leider ist der schöne Turmaufbau der Kirche durch einen schlichten Aufbau ersetzt worden, aber noch gut zu erkennen. Und nach links weist der Pfeil die Richtung zum Franz-Mehring-Werk. Das stand zwischen Brieske und Senftenberg nahe an der Bahngleisen. Der Zug fuhr da eine gefühlte Ewigkeit entlang, bevor man plötzlich Senftenberg zu Gesicht bekam.“
Auch Klaus Reiter aus dem Cottbuser Eschenweg 34 gefallen das Bild und der Markt. Er erwähnt: „Ende 1990 wurde der Platz neugestaltet und der Rathausneubau erhielt sogar einen Architekturpreis. Grund für den Neubau war die Baufälligkeit des alten Hauses.“Rainer Wollmann vom Tannenweg in Kolkwitz-Hänchen schreibt: Der Wegweiser zum Tagebau Tatkraft erinnert mich an den Tagebau Sedlitz. Von 1949 bis 1957 wurde er Tatkraft und danach bis zum Ende 1980 Sedlitz
genannt. In 1990 ereignete sich eine Rutschung im Bereich der Innenkippe wodurch sich eine Flutwelle von 10 Meter Höhe gebildet hat. Zum Glück entstand kein
Personenschaden. Dies soll ein Hinweis für unbelehrbare Personen sei, die die Verbotstafeln an ehemalige Tagebaue nicht beachten.“

Weitere Beiträge über das historische Seenland finden Sie hier!




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