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Damals war’s Forst: Nur das Tor zu Cottbuser Straße blieb

2. August 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) |

Der wirkliche Marktplatz fehlt der Rosenstadt bis heute schmerzlich.

Damals war's Forst: Nur das Tor zu Cottbuser Straße blieb

Kein Zweifel: Unser Bild der Vorwoche zeigte den Markt in Forst

Viele Leser haben auch ohne Turmspitze die schöne Forster Kirche erkannt, auch wenn die Häuser im Quartier offenbar weitgehend in Vergessenheit geraten sind. „Aus DDR-Zeiten standen hier Plattenbauten“ mailt B. Schreiber, „die aber auch schon wieder verschwunden sind.“ Und in diesem Zusammenhang schließt Thomas Haufe, vermutlich ein Ex-Forster, der jetzt in den Altbundesländern lebt, an: „Der wirkliche Marktplatz fehlt der Rosenstadt bis heute schmerzlich. Man mag es drehen oder wenden: Es fehlt einfach der Aufbauwille. Hunderte Städte in Ost und West haben nach dem schlimmen Krieg wenigstens ihr Zentrum wieder errichtet. Warum Forst nicht? Wegen der polnischen Nachbarn? Oder weil nach der Wende das Geld in andere Interessenlagen floss? Es gab einige zögerliche Pläne, aber die wurden verworfen. Forst muss seinen Markt in der alten Struktur nachempfinden. Sonst wird die Stadt niemals glücklich. Auch die Brücke nach Osten zum Stadtteil Berge muss aufgebaut werden.“
Paul Fischer aus Cottbus schreibt: „Leider stehen nur noch die Häuser gegenüber dem Kirchturm. Sie bilden das Tor zur Cottbuser Straße. Beide hatten runde Ecktürmchen. Der beim linken Haus ist gut zu sehen. Da war unten die ‘Schlesische Butterhandlung’ drin. Im niedrigen Haus daneben befand sich die Apotheke. Im anderen Eckhaus, also rechts, war ein Cigarren-Laden, wovon es viele gab in Forst, weil die Fabrikanten und ihre Treuhänder gern dicke Zigarren rauchten.“
R. Paul mailt „Gerade abgeschnitten ist somit das Löwensteinsche Haus direkt hinter der Kirche an der Ecke zur Lindenstraße. Daneben, gerade noch zu sehen, war ein wichtiges Forster Hotel. Die Lindestraße ist ja heute der Ersatz für den Marktplatz. Er wurde neu bepflanzt und schön gestaltet.“
Gerhard Linde aus dem Seenland vermutet: „Es muss eine ziemlich frühe Aufnahme sein, denn unmittelbar bevor die Stadt in ihrer Frontlage so schwer zerstört wurde, waren, denke ich, am Markt schon größere Häuser, die ich hier nicht erkennen kann.“
Einige Leser haben sich über google informiert und dabei eine Menge über Forst und wohl auch Lübben erfahren, denn diese Stadt, 1945 ähnlich schwer zerstört, hatten wir in der Fragestellung als Alternative angegeben. Empfohlen wird von unseren Lesern Forst als Stadt der Rosen. Der „schönste Garten Deutschlands“ sei auch nach der Hauptblüte der Rosen sehenswert, zum Beispiel mit Stauden- und Dahlienanlagen. Der Baumbestand „kühlt mit majestätischem Schatten“.

Der Wiederaufbau der Forster Stadtkirche erfolgte 1951 bis 1954.

Weitere Beiträge über das historische Forst und das Umland finden Sie hier!




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