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Altes Forst: Der schmucke Kegeldamm von Forst - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Altes Forst: Der schmucke Kegeldamm von Forst

14. September 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) |

Vom Versprechen am Weberbrunnen.

Wolfgang Schenk aus Forst hat ein sehr inniges Verhältnis zum gesuchten Motiv. Er schreibt: „Ein Abschnitt unserer Stadt, der mich in meinem Leben immer wieder

Altes Forst: Der schmucke Kegeldamm von Forst

Der Kegeldamm in Forst

beschäftigt hat, der Kegeldamm am westlichen Neißeufer. In den Jahren 1931 bis 1945 lebten die Familien Schulz-Schenk und Krautschick im Ortsteil Berge. 1939 wohnten Krautschicks in der Pförtner Straße 28 bei Lehmanns Fleischerei und Schenks in der Nr. 30, bei Zahnarzt Max Müller. Die Kinder Ingrid und Wolfgang spielten auf dem Gehweg Mutter-Vater-Kind mit ihren Puppen. Am Weberbrunnen auf dem Rathenauplatz (von dort blickt man auf den gezeigten Kegeldamm, d.Red.) versprachen sie sich. ‘Wenn wir einmal groß sind, gründen wir eine Familie’. Der 2. Weltkrieg trennte die Kinder. Erst 14 Jahre später fanden sie sich wieder, bei einem Sportlertreffen auf der Wehrinsel. Ihr Versprechen vom Weberbrunnen wurde wahr. 1961 war Hochzeit. Diese Liebesgeschichte ist im Buchhandel in Forst zum Nachlesen im Angebot.“
Weiter schreibt Herr Schenk: „Der Kegeldamm weckt einige schmerzliche sowie angenehme Erinnerungen. Am 13. März 1945 mussten wir aus dem völlig zerstörten Berge flüchten. Den Müttern, die bis zum 15. März nicht flüchteten, drohte die SA mit der Wegnahme der Kinder. Wir flüchteten auf der Pförtner Straße in Richtung Lange Brücke zu dritt in Richtung Sorauer Straße. In Höhe des letzten abgebildeten Hauses auf dem Ratebild rannte der Soldat, auf dessen Schultern ich saß, auf die Deichkrone. Hier sah ich kurz

Altes Forst: Der schmucke Kegeldamm von Forst

Vom Weberbrunnen am östlichen Ufer der Neiße sind nur noch wenige Reste erhalten. Hier, im Forster Ortsteil Berge, gaben sich Kinder ein Eheversprechen. Sie lösten es viele Jahre später tatsächlich ein

das gepanzerte MG-Nest, wo es Munitionsnachschub gab. Drei weitere Soldaten halfen Oma und Mutti den Handwagen auf den Kegeldamm zu ziehen. Dann ging es kreuz und quer durch Forst. Eine angenehme Erinnerung ist die Instandsetzung des Kegeldammes in den 70er und 80er Jahren als die Brigaden Bertram und Schenk den Weg auf der Deichkrone befestigten und die teils zerstörten Kegel erneuerten und alle Kegel wieder aufstellten und die Ketten anbrachten. Die Brigaden gehörten zum Flussbereich Forst der Wasserwirtschaft Spree-Oder-Neiße.“
„Kenne ich,“ schreibt Arno Schulz aus Guben, „es ist der Kegeldamm in Forst, wo ich auf dem Oder-Neiße-Radwanderweg entlang gefahren bin. In südlicher Richtung kommt man zum Rosengarten, etwas nördlicher ist die noch immer zerstörte ‘Lange Brücke’. Ob die Straßenkegel Namensgeber der Straße waren, vermute ich nur. Im vierten Gebäude rechts gab es ein Café, ich weiß aber nicht, ob dies noch existent ist.“
„Das ist der Kegeldamm in Forst“, erkannte auch Bernd Hunger aus der Kaltenborner Straße in Guben, und viele Leser nannten uns einfach nur Forst – die Stadt der Rosen.

Weitere Beiträge über das historische Forst und das Umland finden Sie hier!




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