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Damals war's Niederlausitz: „..bin richtig hingerissen“ - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Damals war’s Niederlausitz: „..bin richtig hingerissen“

26. April 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

…von einer zarten Radierung der Klosterkirche.

Damals war's Niederlausitz: „..bin richtig hingerissen“

Das Motiv heißt „Wendinnen vor der Klosterkirche in Cottbus“. Wir zeigen hier die komplette Radierung von Paul Winkler-Leers

Wir hatten zum Osterfest als Rätselmotiv eine Künstlerarbeit ausgesucht, deren feine Stimmung durchaus Resonanz gefunden hat. Renate Brinke aus Cottbus schreibt: „Lieber Bote, nun endlich wieder ein Bild, das ich gut erkenne. Es ist A – die Cottbuser Klosterkirche richtig. Die Mädchen stehen genau am Eingang, und man hat einen wunderbaren Blick auf die Oberkirche, zu dem Zeitpunkt noch mit Dachreiter. Dahinter ist gut der Gerichtsturm zu erkennen. Eine wunderschöne Radierung! Es ist so ein heiteres Bild, die Mädchen kommen wahrscheinlich grade aus dem Gottesdienst in den sonnigen Sonntagvormittag. Noch ein kleines Schwätzchen und dann werden sie sich alle Richtungen zerstreuen.
Ich bin richtig hingerissen von diesem ausdrucksvollen Bild. Ich wünsche allen Mitarbeitern frohe Ostertage. Mir drücke ich die Daumen, dass ich vielleicht unter den Gewinnern bin.“ Danke für die Grüße… und das Daumendrücken hat wohl geholfen.
Viele Leser tippten in diesem Falle auf Vetschau, was für die Rolle der wendischen Bevölkerung dort auch nahe liegt. Aber Katrin Lehmann aus der Rostocker Straße in Cottbus erkannte die Klosterkirche: „Sie ist das älteste Cottbuser Gotteshaus und der Rest eines ehemaligen Franziskanerklosters aus dem 13./14. Jahrhundert. Das zeigt sich vor allen Dingen in dem gotischem Innengewölbe. Vollständig aus Holz gearbeitet ist die reich verzierte Kanzel aus der Zeit um 1720. Das Kruzifix daneben stammt aus der Zeit um 1310 und der mächtige Altar aus dem 18. Jahrhundert. Vor dem Altar befindet sich ein Taufstein aus dem 15. Jahrhundert. Die Klosterkirche wird auch Wendische Kirche genannt. Früher hielt man hier regelmäßig Gottesdienste in wendischer Sprache ab.“
Friedhard König, der nebenan in der Klosterstraße wohnt, schreibt: „Der Künstler hat in seiner Radierung drei Cottbuser Sehenswürdigkeiten ins Bild gezaubert: neben der Klosterkirche die Oberkirche und den Gerichtsturm, auch Schlossturm genannt. Die Wendinnen in ihrer Tracht halten sich an der Südseite der Klosterkirche auf. Die Blickrichtung geht nach Osten in die Klosterstraße, die jedoch heute ein anderes Aussehen als im Jahr 1922 hat.“
G. Schreiber mailt uns aus dem Seenland: „Die Cottbuser Oberkirche, ganz dünn gezeichnet, bildet die Hintergrund. Würde das Bild ins Hochformat wachsen, wäre der Giebel der Cottbuser Klosterkirche zu erkennen, die sich in Sichtweite zum immer belebten Altmarkt befindet.“
Jens Pumpa aus der Rostocker Straße in Cottbus weist auf etwas sehr Wichtiges hin: „Früher hielt man hier regelmäßig Gottesdienste in wendischer Sprache, da im Cottbuser Umfeld die Sorben und Wenden beheimatet waren. Heute wird der wendische Gottesdienst nur einmal im Jahr abgehalten; am ersten Weihnachtsfeiertag. Die Klosterkirche birgt ein wichtiges Denkmal der Stadtgeschichte: die Grabplatte des Stadtgründers mit dem Krebs, das heute noch gültige Wappentier. Seit dem 1.Oktober 1998 gibt es die neue Evangelische Klosterkirchengemeinde Cottbus.“
Danke für diese und viele andere Zuschriften und Anrufe.

Weitere historische Beiträge aus der Niederlausitz finden Sie hier!




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