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Damals wars Niederlausitz: Butter-Kuhnerts Villa - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Damals wars Niederlausitz: Butter-Kuhnerts Villa

29. März 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

Einige Zeit war im Keller ein feines Restaurant.

Damals wars Niederlausitz: Butter-Kuhnerts Villa

A war richtig, Cottbus

A, B und C – alle Varianten wurden uns diesmal als Lösung vorgeschlagen, teils sogar B und C mit vielen Detail-Zugaben.

Doch richtig war, wie zum Beispiel Klaus Reiter aus Cottbus schreibt, „die Villa in der Lieberoser Straße 7 (früher die 6). Sie wurde im klassizistischem Stil 1830 errichtet und gehörte dem Rittergutsbesitzer Johann Samuel Friedrich Müller.“ Also A. Und weiter schreibt er: „Das Grundstück mit Brunschwiger Parkanlage hatte Müller 1827 gekauft. Die Villa war schlicht, auffällig sind die Fledermaus-Dachgauben und die Krüppelwalmdächer. Den Eingang zieren große Säulen. Die Nachfolger des Grundstücks waren 1876 der Kaufmann Carl Müller, 1896 der Tuchfabrikant Gustav Krüger, dann Max Kunert und vor 1945 der Isoliermittelfabrikant Lothar Fuchs. Interessant ist, dass in den 20ern dort ein Werbefilm mit einem Brautpaar gedreht wurde. Nach 1945 war dort ein Kinderhort, dann Haus der DSF und Standesamt. Heute besitzt das Haus die AFA AG.“
Dieser umfassenden Beschreibung sind nur persönliche Anmerkungen anzufügen. So erinnert sich Michael Kordon aus der Cottbuser Hans-Sachs-Straße: „Diese in der Lieberoser Straße liegende klassizistische Villa kenne ich aus Schulzeiten der 60er Jahre. Im hinteren Garten waren wir Schüler im Einsatz. Ein schmuckes Anwesen, welches heute geschäftlich genutzt wird, gegenüber dem ebenfalls sanierten Fabrikgebäude von 1912 eines Tuchgroßhandels liegend, nun u.a. Ärzte- und Geschäftshaus.“

Damals wars Niederlausitz: Butter-Kuhnerts Villa

Winterstimmung in der Lieberoser Straße. Unser Leser Friedhard König hat das Motiv mit seiner Rätselantwort geschickt und erinnert sich, dass seine Söhne hier im Schulhort untergebracht waren

Friedhard König aus der Klosterstraße in Cottbus berichtet: „Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts befand sich hier der Schulhort der Carl-Blechen-Schule. Unsere beiden Söhne verbrachten in diesem Gebäude ihre ersten beiden Schuljahre. Elternversammlungen fanden darin statt. In der Dachetage befand sich der Schlafraum für die Schüler. Im Nebengebäude links an der Bildkante war ein Turnraum eingerichtet. Nach durchlebter Hortschulzeit wechselten die Schulkinder in das Hauptgebäude der Blechen-Schule in der Karl-Liebknecht-Straße, der heutigen Frontgestaltung des Einkaufzentrums.“
Auch Jürgen Klingmüller aus der Cottbuser Willy-Brandt-Straße kennt das Grundstück: „Bis 1945 gehörte es dem Isoliermittelfabrikanten Fuchs. Danach wurde die Villa als Kindergarten genutzt. Kurzzeitig war dort auch mal das Standesamt untergebracht. Auch als Klubgaststätte der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft wurde das Gebäude genutzt. Nach der Wende wurde diese klassizistische Villa aufwändig rekonstruiert und wird jetzt privatwirtschaftlich genutzt.“
Jens Pumpa aus der Rostocker Straße weiß: „Ein weiterer Besitzer vor 1945 war Max Kunert (Mitinhaber von ‘Butter-Kunert’, heute ‘Kunella Feinkost GmbH’). Zum Tag des offenen Denkmals im Jahr 2002 bestand nach Absprache mit dem Besitzer erstmals die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen, nicht nur die Villa, sondern auch die Nebengebäude beiderseits des Zufahrtshofs.“

Weitere historische Beiträge aus der Niederlausitz finden Sie hier!




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