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Damals war's Niederlausitz: Der Stuck im bekannten Dianazimmer - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Damals war’s Niederlausitz: Der Stuck im bekannten Dianazimmer

21. Dezember 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

Das Schloss Lieberose kennen viele Lausitzer – 2019 ist dort ein Jubiläum.

Damals war's Niederlausitz: Der Stuck im bekannten Dianazimmer

Reicher Stuck im Lieberoser Dianazimmer – A war richtig

Ines Krätsch aus der Jahnstraße in Döbern und viele andere Leser, vor allem aber Leserinnen, erkannten das Motiv, denn im Schloss Lieberose war ja auch einmal ein Lehrlingswohnheim für Mädels, die es später „das Grab ihrer Jugend“ nannten. Präzise mailt Klaus Reiter: „Es handelt sich um das Renaissanceschloss Lieberose. Erstmals wurde dieses Wasserschloss 1300 erwähnt. Anfang des 16 Jh. wurde es zweigeschossig und Ende des 16. Jh. wurde es um eine Etage erweitert. Dies erfolgte durch die Familie von der Schulenburg. Sie waren seit 1519 die Standesherren von Lieberose. Bei dem Stadtbrand 1657 wurde das Schloß stark beschädigt. Ein weiteres Mal wurde das Schloss 1945 teilzerstört. 1975 stürzte der Uhrenturm ein. Seit 1993 wird der Barockbau restauriert.“
Katrin Lehman aus der Rostocker Straße in Cottbus hat gezählt: „Im Schloss Lieberose sind fünf Stuckdecken aus dem 17. Jahrhundert mit mythologischen Szenen mit üppigen Ornamenten zu sehen. Im Obergeschoss des Ostflügels befindet sich das gesuchte Dianazimmer.“
Johannes Remenz geht auf das Adelsgeschlecht derer von Schulenburg näher ein: „Der Stammsitz der Familie ist erstmals im 13. Jh. als kleine Burganlage an der Jeetze auf dem Gebiet der heutigen Stadt Salzwedel in der Altmark nachweisbar. Berufsbedingt hatte ich sowohl in Lieberose als auch in Salzwedel zu tun. Die von der Schulenburg waren weitverbreitet. Das östlichste Schloß befand sich in Filehne in der ehemaligen Provinz Posen, das westlichste in Leer in Ostfriesland (Schloß Philippsburg). Im Jahre 2019 steht also ein 500-jähriges Jubiläum in Lieberose an.“
„Den figürlichen und floralen Schmuck hat Stuckateur Giovanni Bartholomeo Cometa geschaffen“, klärt uns Dr. Klaus-G. Thiemann aus der Wehrpromenade in Cottbus auf. „Die erste Erwähnung von Lieberose stammt aus dem Jahr 1272. Die wendische Siedlung bekam 1302 Stadtrecht. 1519 wurden die Brüder Jacob und Richard von der Schulenburg Besitzer der Herrschaft.“
Arno Schulz aus Guben schreibt: „Das abgebildete Foto hielt ich für das Bacchuszimmer, kann es aber nicht eindeutig zuordnen, denn Diana- und Bacchuszimmer weisen ähnliche reichhaltige Stuckelemente auf. Auch meine eigene Fotoaufnahmen halfen mir nicht weiter.“ Renate Brinke bedauert: „Leider habe ich das Dianazimmer noch nicht bewundern dürfen aber klar ist, daß es sich im Schloss Lieberose befindet. Es ist schade, dass das Schloss noch in einem so schlechten Zustand ist. Als ich dort war, gab es leider keine Besichtigung, aber auch die Außenanlagen sind recht beeindruckend.“

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