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Damals war’s Niederlausitz: Es stinkt nicht mehr am Mühlgraben

21. Juni 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

Damals war's Niederlausitz: Es stinkt nicht mehr am Mühlgraben

A war richtig, das Bild zeigt einige Gerberhäuser am Mühlgraben neben der Neustadt

Im Gegenteil: In romantischer Lage gibt es jetzt schöne Ferienwohnungen.

„Am Cottbuser Mühlengraben standen diese Häuser der Loh- und Weißgerber, und wer heute dort entlang geht, sieht diese Häuser viel schöner – rekonstruiert und ansehenswert“, schreibt Wolfgang Schmidt aus der Potsdamer Straße in Cottbus. Und weiter: „Durch Preußens König Fr. Wilhelm I. wurde 1726 der Oberbaudirektor Gerlach aus Berlin beauftragt, einen Plan für die Bebauung der Cottbuser Neustadt zu entwerfen. In diesem Zuge blieben die Gerber aufgrund des Berufes und damit verbundener Geruchsbelästigung auch abseits der Neustadt.“
Alexander Kahl aus Cottbus meint: „Für diese Häuser kam die Wende 5 Minuten vor 12; sie konnten noch durch aufwendige Restaurierung gerettet werden. Für große Teile der Altstadt kam leider die Wende zu spät. Aber nach wie vor macht es sich die Stadt schwer mit Neubau im altstadtgerechten Erscheinungsbild. Nicht nachzuvollziehen derzeit der Bau eines fünfstöckigen glatten Wohnhauses direkt an der Stadtmauer!“
Rainer Wollmann vom Tannenweg in Kolkwitz-Hänchen berichtet: „Da ich nicht aus Cottbus stamme, kannte ich die Gegend um die Uferstraße zu DDR-Zeiten nicht, da es sich um eine unschöne Straße handelte. Durch Zufall (Teamtag) bekam ich nach der Wende einen positiven Eindruck, denn wir waren in der Gaststätte ‘Wiener Dörfchen’ essen. Dabei konnte man aus der Gaststätte an den Mühlengraben treten und die schöne Atmosphäre genießen.“
„Diese Häuschen wurden von Gerbern gebaut, die das fließende Wasser für ihre Arbeit brauchten. Deshalb waren an der Wasserseite sogenannte Balkone, von wo aus sie die Felle spülen konnten“, schreibt Knut Noack, Straße der Freundschaft in Lauchhammer.
Klaus Reiter vom Eschenweg in Cottbus weiß: „Nach der Wende wurden die Häuser aufwendig restauriert. Etwas weiter nach links
Richtung Brücke entstand ein Neubau. Die Fördergelder genehmigte sich der damalige Baudezernent selbst.“ Friedhard König schließlich mailt: „Es stinkt nicht mehr am Cottbuser Mühlgraben. Das Areal an den Gerberhäusern ist in jeder Jahreszeit ein echter Hingucker. Der Nebenarm der Spree bildet mit ehrwürdigen Bauten eine gelungene Einheit. Man kann sogar hier eine Ferienwohnung mieten. Unsere Kinder und Enkel haben es bereits ausprobiert und waren begeistert.“
Jörg Martin mailt: „Ende der 1960er Jahre entschloss ich mich, in der DDR Karriere zu machen. Das ging nur mit Sprachkundigen-Zeugnis in Russisch. Ich bemühte mit um einen Kurs an der Volkshochschule. Deren strenge Chefin saß in einem dieser Gerberhäuser. So lernte ich Cottbus krumm und bucklig kennen. Russisch sprachkundig wurde ich nie.“




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