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Damals war's Niederlausitz: Hier trainierte Ruderer Willi Dohme - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Damals war’s Niederlausitz: Hier trainierte Ruderer Willi Dohme

12. Juli 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Neißestadt Guben |

Er wurde Deutscher Meister – die Brücke gab es 12 Jahre später nicht mehr.

Damals war's Niederlausitz: Hier trainierte Ruderer Willi Dohme

Die Brücke führte zur Gubener Theaterinsel

Überall im Lesergebiet wurde gegrübelt und geraten – meistens mit gutem Erfolg. Gisela Mallkowsky aus der Langen Straße in Hörlitz etwa entschied: „Die Brücke passt nicht zu Senftenberg und auch in Spremberg kann ich sie mir nicht vorstellen. Also ist meine Lösung B) Guben.“ Richtig.
Auch Werner Lehmann aus der Karl-Marx-Straße in Spremberg wusste das. Wobei: Es gab auch Zuschriften, die das Motiv nach Spremberg verorteten. Die Altstadt dort ist ja eine Insel, und an Brücken fehlt es nicht.
„Für einen Gubener war das Suchbild leicht“, findet Arno Schulz, der in der Apfelstadt zuhause ist. „Es handelt sich um die Brücke zum dem am 1.Oktober 1874 eröffneten Gubener Theater, welches leider nur bis zum 23.September 1945 stand.
Die abgebildete Brücke wurde 1923 anstelle der bereits seit 1670 errichten Holzbrücke geschaffen. 1945 wurde sie gesprengt, wie auch die im Hintergrund zu sehende große Neißebrücke.
Am 18. September 1998 wurde von polnischer Seite eine neue Brücke eingeweiht und die Theaterinsel wieder neu gestaltet. Als Erinnerung an das einstige Theater wurden klassizistische Fassadenelemente am ehemaligen Eingang aufgestellt. Um das Aussehen der neuen Brücke anzugleichen, wurde das anfänglich sehr gewöhnungsbedürftige Geländer verkleidet und passt sich in die Gesamtgestaltung harmonisch an. Zusätzlich wurde 2007 von deutscher Seite eine hölzerne Brücke errichtet, welche lange Zeit ein Streitobjekt wegen einer umstrittenen Baugenehmigung war. Heute ist das alles mit den Neisseterrassen ein Blickpunkt für Guben/Gubin.“

Damals war's Niederlausitz: Hier trainierte Ruderer Willi Dohme

Im Jahre 2007 haben polnische Bauarbeiter auf der Gubiner Schützeninsel das Theaterportal nachgebaut. Sebastian Sachse hielt das im Bild fest, und er ergänzt: „Hier wird auch an die Schauspielerin Corona Schröter aus Guben erinnert. Sie stand zusammen mit Goethe in Weimar in „Iphigenie“ auf der Bühne. Ihr Grab befindet sich in Ilmenau“

Sebastian Schase hat uns untenstehendes Bild überlassen, und auch unser Leser Gert Richter aus Alt-Deulowitz ist gründlich: „Es handelt sich um die über den östlichen Neißearm führende Schützenhausbrücke. Das Foto ist zwischen 1923 und 1945 entstanden, denn beide Betonbrücken wurden 1923 errichtet, aber auch beide beim Rückzug der Wehrmacht am 20./21. April 1945 gesprengt. Am 4. Mai 1997 (Europatag in Guben/Gubin) konnte man die Insel über eine Ponton-Brücke von Guben aus und über eine Behelfsbrücke von Gubin aus erstmals wieder betreten. Im Rahmen der “Expo 2.000” wurde das Kunstwerk Brückenbalance errichtet. Am 21. Dezember 2007 kam die Holzbrücke von Gubener Seite hinzu.
Die Neiße-Insel war Bleiche, Schützenhausinsel und -park, Theaterinsel. Auf d. Insel lagen auch die Bootshäuser d. beiden Gubener Ruderclubs. Hier trainierte der Ratzdorfer Willi Dohme (1905-1978), der als Mitglied des Gubener Ruderclubs 1905 e.V. in den Jahren 1932 und 1933 Deutscher Meister im Einer wurde.“

Weitere Beiträge über das historische Guben und das Umland finden Sie hier!




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