Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]
Damals war's Niederlausitz: Im Herzen des Spreewaldes gelegen - Märkischer Bote - Märkischer Bote
Montag, 26. August 2019 - 04:31 Uhr | Anmelden
  • Facebook

Bewölkt
20°C
 

Anzeige

Damals war’s Niederlausitz: Im Herzen des Spreewaldes gelegen

4. Januar 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

Auch Theodor Fontane kannte und schätzte das Örtchen Lehde.

Damals war's Niederlausitz: Im Herzen des Spreewaldes gelegen

Richtig war Lösung A – gesucht war das Spreewalddorf Lehde

Zunächst bedanken wir uns an dieser Stelle für die vielen guten Wünsche für das neue Jahr, die das Team des „Märkischen Boten“ besonders im Zusammenhang mit der Rätselauflösung erreichten. Natürlich werden wir „Damals wars“ weiterführen – gern auch mit Ihrer Unterstützung in Form von Anregungen, Erinnerungen und alten Bildern.
Ja, bei der Auflösung des Rätsels kommt schon gerade in der Weihnachtszeit bei manchem unserer Leser etwas Wehmut auf – auch in diesem Jahr war es gar nicht so winterlich wie auf unserem Foto…
Klaus Reiter aus Cottbus schrieb: „Es handelt sich um Lösung A:
Lehde im Winter, dieses Jahr leider nicht. Es ist ein Dorf, das nun zu Lübbenau / Landkreis OSL gehört. Weit bekannt durch das Gurkenmuseum und natürlich die Kahnfahrten. Eine Attraktion ist eine Fahrt durch den „SUEZ-Kanal“ und danach einheimische Spreewaldgerichte, wie Quark mit Leinöl und einen Gurkenlikör. Erstmals wurde Lehde 1315 urkundlich erwähnt. Die Menschen verdienten ihr Geld mit Fischfang und Gemüseanbau. Ab 1882 begann der organisierte Tourismus. Fontane verglich in seinem Buch „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ den Spreewald mit Klein Venedig. Ein besonderer Beruf ist Postbote und Müllmann, der ab Frühjahr seinen Dienst mit dem Kahn versehen muss.“
Arno Schulz aus Guben schickte uns ein paar seiner Winterimpressionen – vielen Dank dafür – und war sich sicher: „Auf dem Ratebild ist das eingeschneite Spreewalddorf Lehde mit seiner typischen Landschaft und den zugefrorenen Fließen abgebildet.“
Auch Johannes Remenz meinte:
„Solche Bilder von verschneiten Gehöften sind inzwischen eine Rarität geworden. Die Architektur weist auf den Spreewald hin.“ Und Jens Pumpa ergänzte: „Zum ersten Mal wird das Dorf „Lehde“ in einer Verkaufsurkunde aus dem Jahr 1315 erwähnt. Damals besteht der Ort nur aus wenigen Fischerhütten. 1818 hat Lehde gerade 13 Häuser mit 70 Einwohnern. Während Lehde 1929 noch 298 Einwohner zählt, sind es heute nur noch etwa 130. Durch alle Zeiten bleibt in Lehde der Kahn das wichtigste Transportmittel. Zu einzelnen Gehöften kann man nach wie vor allein auf dem Wasserweg gelangen.“ So ist es. Das Spreewalddorf Lehde zählt wohl zu den meistbesuchten Orten des Spreewaldes. Lehde besteht aus vielen kleinen Inseln, umschlossen von der Spree – dies macht den Ort besonders Interessant. Theodor Fontane prägte die Formulierung von Lehde als „Lagunenstadt im Taschenformat“. Heute ist Lehde eine gefragte Adresse und hat allerhand zu bieten. Das alljährliche Lehde-Fest mit Spielmannszug, Schauschobern, den Trachtenfrauen und dem legendären Kahnkorso zeigt das Dorf von seiner traditionellen Seite. Moderner wird es im Rahmen der Spreewälder Lichtnächte, wenn die Brücken, Bäume und Häuser des Ortes in ein buntes Meer aus Farben getaucht werden. Die Spreewaldweihnacht gilt als besonderes Erlebnis: hier werden Besucher von der Hafenweihnacht in Lübbenau mit Spreewaldkähnen und in Begleitung von Wichteln zum Freilandmuseum in Lehde gestakt, wo sie ein Weihnachtsfest wie vor 150 Jahren erwartet – schon mal vormerken für die nächste Weihnachtszeit. Richtig lagen mit ihrer Lösung auch Knut Noack aus Lauchhammer und Gisela Mallkowsky aus Hörlitz.

Weitere historische Beiträge aus der Niederlausitz finden Sie hier!




Anzeige

Schreibe einen Kommentar

 

Ich habe die Datenschutzerklärung der Cottbuser General-Anzeiger Verlag GmbH gelesen und akzeptiere diese mit dem Versenden des Kommentares.


Das könnte Sie auch interessieren