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Damals war’s Niederlausitz: Kraftwerk Peitz wurde Jänschwalde

1. Februar 2019 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

Damals war's Niederlausitz: Kraftwerk Peitz wurde Jänschwalde

Wir zeigten B – Jänschwalde im Wandel

Eine fachkundige Leserschaft weiß Genaues über den Stromriesen zu berichten.

Gert Richter aus Alt-Deulowitz in Guben kennt sich diesmal genau aus: „Die Aufnahme zeigt das Kraftwerk von Osten her und ist kurz nach der Wende entstanden. Die Schornsteine rauchen zwar noch, jedoch sind vorn schon die Rauchgasleitungen zu sehen, die die Rauchgase nach den Elektofiltern übernehmen und zu den Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen (REA) leiten, die sich im Bereich der Kühltürme hier noch in der Errichtung befinden (3 Turmdrehkrane). Das Kraftwerk wurde von 1972 bis1989 errichtet; die Netzschaltung des ersten 500-MW-Blocks erfolgte am 31. März 1981. Eine Anekdote am Rande: Das Werk wurde in den 1960-er Jahren als ‘Kraftwerk Peitz’ konzipiert. Dann aber setzten die DDR-Oberen auf sowjetisches Erdöl, das aber nicht kam. Alte Pläne wurden wieder aus der Kiste geholt, und die hießen nun ‘Kraftwerk Jänschwalde’. Das hatte zur Folge, dass die Monteure, die über Cottbus mit der Bahn anreisten, am Bahnhof Peitz-Ost im Zug sitzen blieben und erst in Jänschwalde ausstiegen. Das hat damals tausende Arbeitsstunden gefressen.“
Hierzu passt die Erinnerung von Johannes Remenz, der mailt: „Ich hatte 1978 eine Dienstreise als Hauptobjektingenieur im EKO von meinem damaligen Wohnsitz Eisenhüttenstadt dorthin mit der Bahn. Es gab zwei Bahnhöfe bzw. Haltepunkte: Jänschwalde und Jänschwalde-Ost. Welcher war nun der richtige? Keiner konnte es mir vorher sagen. Glücklicherweise traf ich am Vorabend noch einen Bekannten, der mir sagte, dass ich in Peitz-Ost aussteigen muss, um auf dem schnellsten Fußweg in das Kraftwerk zu gelangen. So wurde meine Fahrt glücklicherweise zu keiner Odyssee.“
Jörg Wittich aus der Buckower Straße in Neuhausen/Spree schreibt: „Hier sind noch die drei Schornsteine zu sehen, jeder etwa 300 Meter hoch. Ähnlich hoch waren nur die vier Schornsteine von Boxberg und die beiden höchsten Schornsteine von Schwarze Pumpe.“ Klaus Reiter vom Eschenweg in Cottbus weiß: „Lübbenau hatte 7 Schornsteine, Vetschau 5. Hier sind wir in Jänschwalde mit 6 Blöcken zu je 500 MW Leistung. Die Schornsteine konnten nicht gesprengt werden und wurden von oben her abgebaggert. Dazu suchte das Kraftwerk Baggerführer. Etliche Bewerber kamen, aber als man auf die 300 m Höhe hingewiesen hatte, blieben nur zwei übrig. Zwischen 2002 und 2007 verschwanden die Schornsteine.“
Arno Schulz mailt zusammenfassend: „Auf dem Ratebild ist nicht das 1958 ans Netz gegangene Kohlekraftwerk von Lübbeneau mit sieben Schornsteinen, Stilllegung etappenweise ab 1994 bis endgültig 1996, zu sehen. Auch nicht Vetschau, Nutzung von 1964 bis 1996 mit fünf Schornsteinen. Richtig ist B, Jänschwalde. Auf Grund des beginnenden Kohleausstieges wurde bereits am 1. Oktober 2018 der erste Block als Reserve stillgelegt. Aktuell hat am 26.1.2019 die Kohlekommission das endgültige Aus der Kohleverstromung bis 2038 empfohlen.“
Auch Knut Noack aus der Straße der Freundschaft in Lauchhammer, Jens Pumpa aus der Rostocker Straße in Cottbus, Herr Höhne aus der Spremberger Straße in Welzow, Rainer Wollmann vom Tannenweg in Kolkwitz-Hänchen und andere Leser schreiben Erklärungen zu diesem imposanten Bild von 1993.

Weitere historische Beiträge aus der Niederlausitz finden Sie hier!




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