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Damals wars Niederlausitz: Wundervolles Panorama von Alt-Guben - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Damals wars Niederlausitz: Wundervolles Panorama von Alt-Guben

6. Juli 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz |

Damals wars Niederlausitz: Wundervolles Panorama von Alt-Guben

Das Panorama ist ein Blick von der Gubener (heute Gubin) Hauptkirche zum Bismarckturm

Leser beschreiben haargenau die Häuserzeilen der heutigen Gubiner Seite.

 

„Das Bild ist vom Turm der Gubener Stadt- und Hauptkirche aufgenommen und zeigt den Blick auf den nördlichen Teil der Altstadt mit den Gubener Bergen im Hintergrund“, erklärt Joachim Winkler aus der Deulowitzer Straße in Guben. „Der Blick schweift über diese Straßen (ich verwende die damaligen Straßennamen): Schulstraße, Crossner Mauer, Lindengraben, Haagstraße bis hin zum Alten Friedhof (die mit Bäumen bestandene Anhöhe oberhalb der Bildmitte). Wir erkennen rechts unten das große Dach des alten Gymnasiums von 1833, das nach 1868 von der höheren Mädchenschule bezogen wurde, später Hilfsschule und katholische Schule war und bis zuletzt von einigen Ämtern der Stadtverwaltung belegt war. In der linken unteren Bildecke das hohe Dach der Volksschule I, der Schule am Buttermarkt. Weiter rechts sehen wir die Hefefabrik von Haak mit dem langen schmalen Schornstein. Dahinter den Lindengraben mit einigen gutbürgerlichen Wohnhäusern, von denen drei heute noch stehen, so das in der Bildmitte und das weiter rechts mit dem spitzen Aufbau über der Vorderfront. Dahinter sind Häuser der Haagstraße am Nordufer der Lubst. Weiter oben links am Bildrand die katholische Kirche. Man erkennt den Teichbornweg, der an ihr vorbeiführt zu dem höher gelegenen Wohngebiet. Es fällt auf, dass die nach 1920 über den südlichen Hang des alten Friedhofs erbaute neue Teichbornstraße nicht zu sehen ist, was beweist, dass die Aufnahme vor dieser Zeit gemacht sein muss, also etwa vor dem
1. Weltkrieg. Ganz rechts oben die Häuser am steil ansteigenden Osterberg. Im Hintergrund die nördliche Vorstadt mit dem Baumblütengebiet, überragt vom Bismarckturm.“
Herzlichen Dank für diese sorgfältige Beschreibung. Es gab auch richtige Lösungsangebote aus dem Süden des Lesergebietes, so von Knut Noack, Straße der Freundschaft in Lauchhammer, oder von Gisela Mallkowsky aus der Langen Straße in Hörlitz. Die meisten Zuschriften kamen aber naturgemäß aus Guben, so etwa von Bernd Hunger aus der Kal-tenborner Straße: „Das war der Blick von der Stadt- und Hauptkirche zum Bismarckturm , ganz links ist die katholische Kirche zu sehen.“ Arno Schulz hat ein aktuelles Foto vom gleichen Standort beigefügt: „ Die Kirche ist seit 1945 Ruine“, schreibt er, „aber der Kirchturm wurde in den letzten Jahren instandgesetzt und ist begehbar. Im Hintergrund der 1908 eingeweihte Bismarckturm, 1945 gesprengt“.
Gert Richter aus Alt-Deulowitz ergänzt: „Der Blick geht vom 1555 erbauten, 61 m hohen Turm der Stadt- und Hauptkirche in Richtung Nordosten zum am 2. September 1908 eingeweihten Bismarckturm. Dieser 26,7 m hohe Turm, der auf einer Höhe von 112 m stand, war das höchste Gebäude der Stadt. Leider wurde er von der Wehrmacht bei den Kämpfen um Guben 1945 gesprengt.“
S. Menzel aus der Klaus-Herrmann-Straße schwärmt: „Wo einst ein Türmer das Glockengeläut per Hand bewegte, wo einst Trau-
ungen, Taufen sowie das evangelische Gesangsbuch sehr beliebt waren – das ist Gubens Stadt- und Hauptkirche. Sie wurde bei Werbung für die Stadt der Hüte, Tuche und Stadt der Baumblüte oft genannt. Heute ist der Turm wieder begehbar bis in luftige Höhe.“




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