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Das Pförtener Elternhaus des F.F. Sack - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Das Pförtener Elternhaus des F.F. Sack

31. August 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Niederlausitz, Damals war´s |

Das Pförtener Elternhaus des F.F. Sack

Unsere Sommertour erreichte in der vorigen Woche Pförten/Brody. Allerdings steht das Hotel seit 70 Jahren nicht mehr; erhalten ist das in der 1930er Jahren um zwei Bogen erweiterte Berliner Tor – A war also richtig

Das Rätselbild aus Brody führt direkt zum ältesten Unternehmen in Cottbus.

Mit dem Bild aus Pförten/Brody ergab sich vor allem für Cottbuser

Das Pförtener Elternhaus des F.F. Sack

So bestand das „Hotel Weißer Adler“ bis 1948. Mündlichen Überlieferungen zufolge soll der letzte Wirt Otto Krause 1945 in dieser Toreinfahrt durch eine Wehrmachtsfahrzeug umgekommen sein

Leser eine Überraschung: Das Hotel „Weißer Hirsch“ war das Elternhaus des F. F. Sack. Jeder kennt hier die Firmenbezeichnung des Juweliers, die an einem der stattlichsten Häuser in der Spremberger Straße prangt. Wer war dieser F.F.Sack? Sein Nachfolger in 5. Generation, Diether Sack, gibt darüber Auskunft:
„Der Gasthof ‘Weißer Adler’ in Pförten ist eine bedeutende Station unserer Familienchronik“ berichtet der stadtbekannte Goldschmied, dessen Töchter heute das renommierte Geschäft führen. Auf der Basis von Aufzeichnungen ihres Vaters Richard Sack haben er und seine beiden Brüder in den 90er Jahren aus Archiven in Potsdam, Cottbus, Forst, Dresden und Zielona Gora die Familiengeschichte nahezu lückenlos durch Dokumente belegt.
Das Pförtener Gasthaus wurde, wie die ganze Stadtanlage, in der Periode des sächsischen Premiers Graf Heinrich von Brühl um 1750 errichtet. 1806 war Johann Anton Schäfer Gastwirt. Von ihm kaufte Carl Anton Sack um 1811 die Wirtschaft. „Wie er den beträchtlichen Kaufpreis aufbrachte, wissen wir nicht“, sagt Diether Sack. Es herrschte Krieg und Teile Sachsens, auch Pförten, fielen bald an Preußen. Kurz zuvor, 1814 ist Franz Friedrich Sack geboren. Während sein Bruder Hermann Sack bis 1850 den Gasthof führte, ging F.F. Sack in die Goldschmiedelehre nach Dresden. Aus dem Jahr

Das Pförtener Elternhaus des F.F. Sack

1855 hatte Ernestine Auguste Sack, Schwägerin des F.F.Sack, den Weißen Hirsch verkauft. Er firmierte jetzt unter „Skoppewa’s Hotel“, wie dieses Bild der 1860er Jahre zeigt | Fotos: Sammlung Sack

1855 ist dokumentiert, dass die verwitwete Ernestine Auguste Sack (ihr eisernes Grabkreuz ist in Brody erhalten!) das Gaststättenmobilar veräußerte. Friedrich Linke, Skoppewa, Rößler und Otto Krause hießen bis 1945 die Betreiber des Hotels. In der Silvesternacht 1947/48 geriet das Haus, vermutlich durch Feuerwerkskörper, in Brand. Es ist nicht wieder aufgebaut worden.
Ernestines Schwager F.F. lernte sechs Jahre in Dresden und war wohl auch auf der Walz. „Spätestens 1838 wird er in Cottbus gewohnt haben“, sagt sein Ur-ur-Enkel, denn er meldete sein Unternehmen zum 1.4.1839 als Einwohner dieser Stadt an, zunächst für die Spremberger Straße 26, das ist seit 1893 die Nummer 4, heute Café Lauterbach an der Ecke Mühlenstraße. – Wir danken unserem langjährigen Leser Diether Sack herzlich für Bilddokumente und reichliche Informationen. Werner Lehmann aus der Karl-Marx-Straße in Spremberg schreibt: „Wir besuchten Brody öfters privat oder mit der Wandergruppe. Der Name Pförten leitete sich wahrscheinlich von einer Furt durch das Sumpfgebiet her. Die Schloss- und Gartenanlage wurde zwischen 1740 und 1763 durch den sächsischen Premierminister und

Das Pförtener Elternhaus des F.F. Sack

Dieser Anzeige im schönsten Jugendstil entnahmen wir einem Ströbitzer Familienbuch aus dem Jahre 1907. Juwelier F.F.Sack firmierte bereits unter der Adresse Spremberger Straße 5, aber das stattliche Eckhaus neben der Schlosskirche (jetzt Synagoge) wurde erst 1910 errichtet. Geschäft und Werkstätten befanden sich bei Gründung 1839 zunächst in der Spremberger Straße 4, also im Vorgängerbau des heutigen Cafés Lauterbach in der Sprem

Reichsgrafen Heinrich von Brühl und durch königliche Besuche von August III. berühmt. Das Schloss selbst wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Eine Wanderung zum und im Schlosspark mit wiederhergestelltem steinernen Sarkophag, zur Kirche “Allerheiligen“, zum See, den Gaststätte lohnt sich immer!“
Herbert Ramoth bestätigt: „Das Foto aus den 1930er Jahren zeigt in Pförten eines von einstmals drei Stadttoren, die auf die Gestaltung zu einer barocken Residenz durch Heinrich Graf von Brühl zurückzuführen sind. Der Ort erhielt 1946 offiziell den polnischen Namen Brody.“
Auch Christopher Klaus aus der Otto-Hurraß-Straße in Lauchhammer und viel andere erkannten den Ort. Katrin Lehmann aus der Rostocker Straße in Cottbus meint: „Seit Graf Friedrich Aloys v. Brühl vom polnischen König mit dem Orden Weißer Adler geehrt wurde, trägt das Hotel diesen Namen.“
Danke an alle Einsender.Gewonnen haben diesmal Familie Jan und Brigitte Albrecht aus Cottbus.




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