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Die vielen Schlote rauchten in Forst

15. Juni 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Forst (Lausitz), Damals war´s |

Das Bild der florierenden Tuchmacherstadt erkannten alle Rätselfans.

 

Die vielen Schlote rauchten in Forst

Antwort A war richtig – die vielen Fabrikschonsteine prägten einst das Stadtbild von Forst.

 

In dieser Woche war es wieder einfacher – das beweisen die vielen und ausnahmslos richtigen Einsendungen per Post oder Mail.
Peter Lenhart aus Schwarzheide schrieb: „ Lösung A) Forst – nirgendwo um diese Zeit gab so viele rauchende Schlote wie in dieser Tuchmacherstadt. 1913 entstanden dann die ersten Kleingärten, und heute genießt Forst den Ruf, die meisten Gartenanlagen zu besitzen.“
Ulrich Rhode bemerkte: „Diese wunderbare Farbkarte zeigt die Stadt Forst. Im Vordergrund sieht man die Bahnlinie Cottbus-Forst-Sorau. In der Mitte sieht man die Berliner Straße, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gepflastert war. Rechts an der Bahnlinie sieht man die neu erbauten Häuser in der Sorauer Straße 5 bis 11, die Häuser Nummer 1 (Cafe Victoria) und 3 waren noch nicht gebaut. Ebenso steht das Haus Berliner Straße 76 (Lebensmittelhandlung Ziegler, später Görgen) noch nicht. Das Wohnhaus Berliner Str. 74 (mein Geburtshaus mit Kaufmann Boyde, später Otte) sieht man nur von der Seite. Deutlich sieht man die Häuser der Albertstraße und das Gebäude der Wilhelmsmühle, wo sich heute ein neu erbautes Wohn- und Geschäftshaus mit der Agentur für Arbeit befindet. Deutlich ist auch das Gebäude der Post mit dem Telegrafenturm zu sehen. Ganz links im Hintergrund könnten die Wohnhäuser der Weststraße zu sehen sein. Alles in allem eine sehr schöne Karte, auf der man viele Gebäude wiedererkennt bis hin zur Kirche rechts.“
Auch Arno Schulz schrieb uns wieder: „ Auf dem koloriertem Bild ist die einstige Tuchmacherstadt Forst abgebildet. Folgende Merkmale: Die 1861 errichtete Cottbuser Gasanstalt hatte drei Gasometer, die Hut- und Tuchmacherstadt Guben hatte, wie Forst, zwei Gasometer, aber die abgebildeten baulichen Anlagen passen nicht zu der 1857 errichteten Gubener Gasanstalt. Forst erhielt 1863 ein Gaswerk. Als weithin markanter Garten wird der 1913 eröffnete Forster Rosengarten angedeutet. Das Bild entstand wahrscheinlich vom 1903 errichteten Wasserturm. Im Vordergrund die Gleise der 1872 errichteten Eisenbahnstrecke nach Sorau und die der am 1. September 1891 eröffneten Strecke nach Weißwasser. Der Verkehr auf der letztgenannten Nebenstrecke wurde 1996 eingestellt, 1998 endgültig stillgelegt und teilweise demontiert. Die damaligen Bauten in der jetzigen Berliner Str. gibt es nur noch teilweise bzw. in neuer Bebauung. Der „Sandweg“, wie auf dem Bild zu erkennen, ist heute eine befestigte und vielbefahrene Straße.“ S. Menzel bemühte alte Unterlagen: „In der Provinz Brandenburg an den Ufern der Neiße, liegt Forst/Niederlausitz, eine Stadt mit einem halben Jahrhundert alter Tuchmachertradition (Das muss wohl am Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben sein, d. Red.). Sie galt als die größte Tuch-Industriestadt Deutschlands und wurde ein-
mal als das „deutsche Manchester“ bezeichnet. Einst wurden schwere Garnkörbe und Wollballen auf Spinnereiwagen von Fabrik zu Fabrik transportiert. Bewegt nur durch Körperkraft, rollten die langen Karren mit eisernen Rädern auf den Schienen der „Schwarzen Jule“ durch die Stadt zwischen Spinnereien, Webereien und Färbereien, die nur selten unter einem Dach waren. 1906 kennzeichnete ein Wald von Fabrikschornsteinen das Stadtbild, ebenso die Gasanstalt mit Gasometer, der Wassersturm und die Kirche.“
Danke an alle Rätselfreunde!
Gewonnen hat in dieser Woche: Ulrich Rhode aus Forst. Herzlichen Glückwunsch!




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