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Lausitz: Eine deutschlandweite Rarität - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Lausitz: Eine deutschlandweite Rarität

2. September 2016 | Von | Kategorie: Damals war´s |

Lausitz: Eine deutschlandweite Rarität

In unserer letzten Ausgabe hatten wir den Wilhelmsplatz in Sorau, heute Zary, gesucht

Leser erinnern sich an Sorau und sein einstiges Zwei-Kaiser-Denkmal

Zahlreiche Leser haben wieder die korrekte Antwort auf unser Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Arno Schulz aus Guben. Er schreibt: „Auf dem Foto ist das vom Bildhauer Johann Henrich Wefing geschaffene Doppelstandbild von Kaiser Wilhelm I. und Friedrich II. auf dem Wilhelmplatz in Sorau zu sehen. Das Denkmal wurde 1945 zerstört. Das schlesische Sorau, heute Zary, gehörte einst zu Sachsen und seit 1815 zur preußischen Provinz Brandenburg, seit 1945 zu Polen. Vom einstigen Wohlstand in dieser Stadt zeugen noch immer verschiedene Baudenkmale, wie das ehemalige Schloss, bei meinem letzten Besuch der Stadt leider noch immer Ruine, Kirchen, Rathaus, Teile der Stadtmauer und vieles mehr.“
Herbert Ramoth aus Cottbus merkt an: „Der heutige Sommertour-Halt ist im polnischen Gebiet der Niederlausitz in Zary (ehemals Sorau). Zary liegt im Westen Polens und gehört zur Wojwodschaft Lebus. Die 40 000 Einwohner zählende Stadt ist damit die zweitgrößte Stadt in der Niederlausitz. Das auf dem Foto abgebildete Zwei-Kaiser-Denkmal auf der Promenade von Sorau – eine Rarität in Deutschland – zeigt Kaiser Wilhelm I. und seinen Sohn Kaiser Friedrich III., den 99-Tage-Kaiser, der an Krebs verstarb. Das Denkmal wurde bereits vor Kriegsende entfernt. An dieser Stelle wurde ein Brunnen errichtet. Sorau wurde zum Ende des Zweiten Weltkrieges, wie viele andere Städte in der ehemaligen Grenzregion auch, stark zerstört.
Die mittelalterliche Stadtanlage und viele historische Bauten blieben aber erhalten und laden zu einem erlebnisreichen Besuch ein. Es lohnt sich.“
Bärbel Koschack aus Guben schreibt: „In Sorau/Zary befand sich das Denkmal der zwei Kaiser. Kaiser Wilhelm I. und sein Sohn, Kaiser Friedrich III. Letzterer war nur 99 Tage im Amt. Und zwar vom  9. März 1888 bis zu seinem Tode am 15. Juni 1888, dann starb er an Kehlkopfkrebs. 1901 war das Denkmal mit großem Pomp eingeweiht worden. Es war eine große Rarität – ein Zwei-Kaiser-Denkmal in Deutschland. Guben hatte von 1898 bis 1937/38 ebenfalls ein Zwei-Kaiser-Denkmal auf dem Vorplatz des Rathauses und der Stadt- und Hauptkirche (Marktplatz). Es besaß die Gestalt eines neogotischen Brunnens. Im Jahre 1938 ließ Adolf Hitler diesen herrlichen Brunnen entfernen.“
Gewonnen haben diesmal unsere Rätselfreunde Arno Schulz aus Guben, Herbert Ramoth aus Cottbus sowie Peter Lenhart aus Schwarzheide.
Herzlichen Glückwunsch!




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