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Eine Perle der Niederlausitz und auch ihr Gipfel

16. Juli 2010 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus, Bilder aus dem alten Spremberg, Bilder aus der alten Neißestadt Guben, Damals war´s |

Eine Perle der Niederlausitz und auch ihr GipfelIn Sorau/Zary steht auf dem höchsten Berg Brandenburgs im Wald ein nie vollendeter Bismarckturm

Etwas verwundert fürchten manche Leser, uns seien die Bilder aus der eigenen Stadt ausgegangen. Nein, das nicht. Aber dieser beliebte Platz in unserer Zeitung soll im Sommer auch einmal den vielen Lesern gerecht werden, deren Eltern oder Großeltern aus dem östlichen Teil der Niederlausitz kommen. Und vielleicht regen wir andere an, dort einmal auf Entdeckungstour zu gehen. Wer es schon getan hat, bemerkt zwei Dinge: Die Niederlausitz ist auch dort wunderschön und zweitens: Viele polnische Bewohner aus der mittleren und jüngeren Generation sind sehr interessiert an der deutschen Geschichte ihrer Heimatorte und freuen sich über deutsche Touristen.
Natürlich erkannten viele Leser Sorau/Zary. „Ich war beeindruckt von der gotischen Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die hier in der Mitte des Bildes zu erkennen ist“, schreibt Herr Brux aus Cottbus. „Die drei Getreuen sind noch immer so erhalten,“ weiß R. Lange aus Guben, „und sehr schön erneuert wurde zum Stadtjubiläum der Markt.“ Auch direkt aus Sorau bekamen wir Post: „Die Festwoche zum 750jährigen Jubiläum war bis zum 6. Juni“, heißt es da. „Gleichzeitig hat Christianstadt 350 Jahre zu feiern. Diesen Ort haben Sie als falsche Alternative in Ihrer Aufgabe erwähnt.“
Beiläufig erfahren haben wir auch, dass sich die Sorauer Landsleute am 11. September wieder in Forst-Sacro treffen.
Giesela Böhme aus Plauen, die auf der Durchreise von der polnischen Niederlausitz nach Cottbus war und das Rätselbild fand, schreibt begeistert: „Die Stadt ist eine wahre Perle der Niederlausitz. So nannte sie sich früher, glaube ich, auch in der Werbung. Heute ist sie nach Cottbus wieder die zweitgrößte Stadt hier (40 000 Einwohner) und kann sich mit ihrer historischen Innenstadt sehen lassen. Mich hat der Rückenberg beeindruckt. Er ist mit etwa 230 Metern der höchste Berg ganz Brandenburgs und von herrlichem Buchenwald bewachsen. Ganz oben war ein nie vollendeter Bismarckturm, der nur noch als düstere Ruine dort steht.
Unser Cottbuser Leser Georg Müller mailte uns: „Sollten Sie des Glaubens sein, in der schönen Niederlausitz-Stadt Zary in der Woiwodschaft Lubuskie sei es derzeitig nicht so heiß, stecken Sie’s weg. Das bekräftigen auch die dort weithin sichtbaren drei Getreuen, der Wächter-, der Glocken- und der Plempturm. Diese stolzen Erhebungen der Stadt zeigt auch die Sommertour-Aufnahme, wie sie einst der Sorauer Fotograf Büttner festgehalten hatte. Vieles der ehemaligen Textilarbeiterstadt ist Vergangenheit, doch optimistisch sind die Partnerschaft zu Weißwasser und die freundschaftlichen Bindungen zu Forst und Spremberg.“
Und von Herbert Ramoth aus Cottbus erfahren wir: „Die drei Getreuen“ gehören zum Stadtbild von Sorau/Zary.
Zum ersten Mal wird der Gau Zara 1007 genannt. Höchstwahrscheinlich leitet sich der Name Zara/Zary von einem slawisch-sorbischen Stamm ab, der im frühen Mittelalter das Gebiet um Sorau bewohnte.
Sorau/Zary hat eine wechselvolle Geschichte. Sorau wurde um 1260 gegründet. Die Niederlausitz gehörte zu dieser Zeit zum Machtbereich der Wettiner.
Sorau/Zary gehörte von 1815 bis 1945 zur preußischen Provinz Brandenburg und war ein wichtiger Standort der Textilindustrie mit Textilfachschule und Kaiser-Wilhelm-Institut für Bastfaserforschung.“




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