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Forst: Rosengartenfesttage - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Forst: Rosengartenfesttage

5. Januar 2008 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) |

Forst: RosengartenfesttageRosengartenfesttage
Trotz schwer erkennbarer Nachtaufnahme haben sich viele Forster nicht iritieren lassen. Die Springbrunnenanlage mit den angestrahlen Brückenbauten im Hintergrund waren markant genug. Elfriede Bonkatz schreibt dazu: „Wieder einmal ist der Forster Rosengarten im Spiel. Auf dem Bild sind die Wasserspiele zur Zeit der Tausend Lichter zu sehen. In jedem Jahr finden die Rosengartenfestspiele statt. Eine Veranstaltung ist die Nacht der Tausend Lichter. Jeder Weg wird mit Teelichtern beleuchtet, Scheinwerfer lassen Baumgruppen und Rosen erstrahlen. Mit einem Höhenfeuerwerk klingt die Nacht aus. Von dem Musikpavillon erklingt dann noch Tanzmusik.
Im Jahr 2008 ist der Rosengarten 95 Jahre alt!“
Werner Schulz aus Forst denkt sogar weiter und freut sich auf das schönste Jubiläum: „Es ist der Springbrunnen in unserem Ostdeutschen Rosengarten, der 2013 100 Jahre alt wird. Ein wichtiger Mitbegründer des Rosengartens ist Alfred Boese, der am 21. Oktober 1913 den Vorschlag in die Stadtverordnetenversammlung einbrachte, alle Rosen auf dem Ausstellungsgelände der Rosen- und Gartenbauausstellung käuflich zu erwerben.“ Im Forster Tageblatt heißt es dazu: „Die morgen stattfindende Stadtverordnetenversammlung soll über den Ankauf von Rosen für den Preis von 5400 Mark beschließen. In der Bürgerschaft ist man erstaunt über die Ausgabe einer so hohen Summe. Wir meinen, daß sehr wohl solche Gewächse in der städtischen Gärtnerei herangezogen werden könnten, die mit der Zeit zu Anpflanzungen verwendet werden, nicht dass ausblicklich so viel Geld für eine Sache ausgegeben wird, die alljährlich regelmäßig noch große Unkosten verursacht.“
Unterzeichnet wurde dieser Text von „Mehrere Steuerzahler“.
„Im Ausstellungsgelände auf der Wehrinsel standen etwa 20000 Rosen. Da seinerzeit jede Rose je nach Sorte zwischen 60 Pfennig und 1,50 Mark kostete, betrug der Wert der vorhandenen Rosen ca. 20000 Mark. Aufgrund von Verhandlungen waren die Aussteller bereit, für nur 5?400 die gesamten Rosen an die Stadt Forst abzugeben. Es war ein einmaliges Angebot. Manche Sorten sollten nur 20 Pfennig pro Stück kosten! Durften hier die Stadtväter zögern, wenn sie dabei an das Wohl der Allgemeinheit dachten?“, fragen die Autoren der Festtagsbroschüre zum 70-jährigen Jubiläum. „In dieser Situation begann die denkwürdige Stadtverordnetenversammlung. Der Stadtverordentenvorsteher verlas das Schreiben des Gartendirektor Boese, in dem der Ankauf der Rosen dringend und sobald wie möglich empfohlen wird, da die Ausstellung sonst ihre Pflanzen in kurzer Zeit heraus nehmen müßte, um sie vor dem Frost zu schützen. Anschließend begann eine Debatte, in deren Verlauf 29 Diskussionsredner über das Für und Wider sprachen. Schließlich siegte die Vernunft und die Vorlage wurde angenommen.“
Interessant lesen sich heute auch die Aufzeichnungen der Stadt aus dem Jahre 1959. Im Wegweiser heißt es dazu im März: „Die Vorbereitungen zur Durchführung der Forster Rosengarten-Festwoche – sie finden vom 27. Juni bis 6. Juli statt – sind im vollem Gange. In einer mehrere Wochen abgehalteten Pressebesprechung wurden von Stadtrat Hirsch und dem Leiter des Gartenamtes, Gottschalk, die Pläne über die vorraussichtliche Ausgestaltung der Festwoche erörtert. Diesmal wird die Rosengarten-Festwoche mehr den Charakter eines Heimatfestes tragen. Aus verschiedenen Erwägungen heraus wird von einer 14-tägigen Dauer Abstand genommen, trotzdem erfährt das Programm kaum wesentliche Einschränkungen.
Über den endgültigen Veranstaltungskalender können begreiflicherweise keine näheren Angaben gemacht werden, da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Im Vordergrund stehen wieder Freilichtaufführungenauf der Schillerbühne, darunter sind auch zwei Veranstaltungen des Stadttheaters Senftenberg. In der engeren Wahl stehen die komische Oper „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing, ein Ballett-Abend mit neuzeitlichen Werken und Jean Gilberts bekannteste Operette „Die keusche Susanne“ (in der Neufassung von Robert Gilbert). Außerdem wird wieder die Mitwirkung des Musikkorps des Ministeriums des Innern Berlin erwogen, hinzu kommen Tanzabende bekannter Tanzschauorchester, die beliebte Schnittrosenschau und erstmalig ein Rosen- oder Blumen-Korso, der kurch die Stadt zur Wehrinsel führt und den eigentlichen Auftakt zur Festwoche gibt.
Die Ansteckröschen sind aus Porzellan.“, heißt es lapidar abschließend, dabei ist genau dies wohl heute kaum noch vorstellbar.Herzlichen Dank allen Rätselfreunden, vor allem denen, die uns Fakten und Erinnerungen zu den Rätselbildern schreiben oder am Telefon erzählen!




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