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Guben: „Bomben“ von „Gummi-Heinrich“

15. Mai 2015 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Neißestadt Guben |

Guben: „Bomben“ von „Gummi-Heinrich“

Blick in die Deulowitzer Straße in Guben vom kleinen Weg an der Bahn aus in Richtung Karl-Marx-Straße, die es zum Zeitpunkt der Aufnahme jedoch noch nicht gab. Die Lösung A war diesmal richtig

Melonen-Hersteller hatte seine Werkstatt in der Deulowitzer Straße.

Die kleine Nebenstraße erkannten viele Leser wieder. Christa Hülle löst am Telefon: „Das ist die Deulowitzer Straße. Dort bin ich geboren und habe in den 1950er-Jahren meine Kindheit verbracht. Die Bäume waren damals schon groß. Das Haus Nummer 5 ist deutlich zu sehen.“
Walter Breuer ist ein wenig enttäuscht, denn „es fehlt die linke Seite, die wäre aber gerade interessant. Da war zu DDR-Zeiten die Elektroinstallation Stratner ansässig, ein großes Unternehmen mit mindestens 25 Beschäftigten. Sie haben Großbetriebe betreut und auch Neubauten in Cottbus mit gebaut. Auf der linken Seite wohnte auch ein Herr Poser, der
Zuckerwatte und Waffeln verkaufte. Auf der rechten Seite gab es ein Blumengeschäft der Genossenschaft. Dort hab ich immer einen Kranz zum Totensonntag geholt. Zwei Häuser weiter war die Oldie-Bar zu finden, die es seit wenigen Wochen wieder gibt. Ebenfalls rechts gab es ein Fahrzeugtechnikgeschäft Wehlan, der hatte in der Cottbuser Straße seine Werkstatt, heute Getränke-Vorwerk. Auch einen Vulkaniseur müsste es gegeben haben, wenn ich nicht irre.“
Und Arno Schulz mailt: „Im vierten Haus wurden einst Boben hergestellt. Der letzte ‘Bombenhersteller’ war Jürgen ‘Gummi’ Heinrich und Frau. Ein geselliger Typ. Der Hutmachermeister stellte unter anderem Kult-Kopfbedeckungen, wie Melonen, her. Im Volksmund wurden diese Bomben genannt. Meine trage ich noch immer. Ganz ungefährlich sind sie aber nicht, da bei manchen Anlässen meist ‘geistige Getränke’ konsumiert werden. So entglitt mein Modell einst in einen gefüllten Wassergraben. Bei der Bergung fiel ich hinterher. Der Bombe machte es nichts aus, nur mein Personalausweis war danach
unleserlich. Die Häuser stehen noch alle, wenn auch teilweise umgebaut. In fast allen dieser Gebäude wurden von uns bereits Installationsarbeiten oder Reparaturen durchgeführt. In dem mit dem Kreuz gekennzeichneten Laden war in den 50ern die Glaserei Stuckert, gegenüber die Elektrofirma Strattner, später Fa. Stein, danach Fa. Ziehm (Stempel-Koritter).“ Ein Bild gewinnt Christa Hülle.
Herzlichen Glückwunsch!




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