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Guben: Den „Dicken“ quietschend umrundet - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Guben: Den „Dicken“ quietschend umrundet

Guben: Den „Dicken“ quietschend umrundet
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Guben: Den „Dicken“ quietschend umrundet

29. November 2013 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Neißestadt Guben |

Guben: Den „Dicken“ quietschend umrundet

Die Straßenbahn am Werder-Turm fährt in Richtung Neißebrücke nach Westen

Straßenbahn am Werder-Turm / Geschäfte sind noch gut bekannt
Keine schwere Rätselaufgabe war das letzte Rätselbild. Obwohl wir dem Turm mächtig die Spitze abgeschnitten haben, erkannten viele Leser die Alt-Gubener Ecke.
Arno Schulz mailt: „Auf dem Foto ist ein Triebwagen der Gubener Straßenbahn zu sehen, die vom 24. Februar 1904 bis zur Außerbetriebnahme am 8. Juni 1938 fuhr. Links neben der Bahn der ‘Dicke Turm’, der ein Teil der Stadtbefestigung war. Im Hintergrund ist das Elektrofachgeschäft von Fritz Böhme zu erkennen, Königsstraße 9, rechts daneben die Bäckerei Curt Schwitzky, dann die Fleischerei von Bruno Stark, Königstraße 7, und weiter rechts das Fahrradgeschäft von Hugo Rudoph. Der Fleischermeister Bruno Stark war ein Bruder des
Geschäftinhabers in der Frankfurter Straße und mein Nachbar in der Kupferhammerstraße. Er verstarb am 5. Januar 1999. Seine Tochter Ursula Lieske stellte mir alte Fotos von der Geschäftsreihe zur Verfügung.“
Henriette Teschel erzählt am Telefon: „Der Werderturm ist natürlich sofort zu erkennen. Meine Tante wohnte damals in dem hohen Haus am rechten Bildrand. Als ich im Sommer einmal als Kind bei ihr zu Besuch war, hörte ich die Straßenbahn laut quietschen und erschrak, denn das Fenster stand offen. Ob sie das nicht störte, fragte ich meine Tante daraufhin. Da sagte sie, anfangs habe sie sich auch erschrocken, aber nun hört sie die Straßenbahn gar nicht mehr. Ich wartete danach noch oft am offenen Fenster, wann die Bahn endlich vorbeifuhr. Es gab ja nur diese eine Bahn und sie fuhr nicht so oft wie später die Linienbusse. Beeindruckt war ich, als ich das erste Mal zur 775-Jahrfeier der Stadt auf den Werder-Turm klettern durfte. Es war eine Reise in die Vergangenheit, für die ich heute noch dankbar bin.“
Den „Dicken“, oder besser Werder-Turm, erkannte auch S. Menzel. Es ist der Jentschplatz mit der Königstraße. Der Werder-Turm mit seiner Turmuhr samt Schlagwerk wurde 1659 erbaut. Zu den Geschäften kann ich folgende aufzählen: Fritz Böhme, Bäcker Schwießk, Buchdruck-Handlung Kießmann, Fahrradhändler Rudolph. Am Museum stand damals noch der Fischmännchen-Brunnen. Einen Winzerinnen-Brunnen gab es in der Weinland-Umgebung“, notiert unser Leser noch am Schluss.
Vielen Dank allen Ratefreunden für die Schilderungen. Ein historisches Bild gewinnt Henriette Teschel.

Herzlichen Glückwunsch!




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