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Guben: Eine Rutsche wie im Deulowitzer See - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Guben: Eine Rutsche wie im Deulowitzer See

23. März 2013 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Neißestadt Guben |

Guben: Eine Rutsche wie im Deulowitzer See

Neuer Spielplatz in der Leninallee am Marchlewski-Ring

Ein Spielplatz wie viele rief Erinnerungen wach / Im Sommer zu heiß
Gar nicht so leicht fiel unseren Lesern diesmal die scheinbar einfache Rätselaufgabe. Kerstin Wiesener erinnert sich: „Das könnte der Spielplatz in der Leninallee sein, allerdings sahen nach den Neubauprogrammen viele Spielplätze so oder so ähnlich aus. Auch die Spielgeräte kamen ja damals von der Stange und waren nicht in so großer Vielfalt zu haben wie heute. An die Rutsche erinnere ich mich genau, denn sie sah der im Deulowitzer See immer sehr ähnlich. Nur dass diese hier nicht im Wasser stand. Aber als Kinder spielten wir gern ‘In den See rutschen’ und machten beim Fallen in den Sand lautstark die plätschernden Wassergeräusche nach. Nicht zu sehen ist das Klettergerüst. Da kann ich mich an waghalsige Spiele erinnern wie das Vier-Ecken-Raten. Anfangs hatte ich mir fast in die Hosen gemacht, mich genau auf die Ecke des Klettergerüstes zu setzen. Und dann in Höchstgeschwindigkeit die Plätze wechseln… Gefühlt war das Gerüst damals haushoch. Aber wir waren fast jeden Tag draußen, auch bei schlechtem Wetter. Irgendjemand von den anderen Kindern war ja immer da, allein in unserem Aufgang waren wir 13 Kinder, alle etwa ein Jahrgang.“
Elisabeth Dabitz löst am Telefon: „Das Foto müsste Anfang der 1970er-Jahre aufgenommen sein. Der Spielplatz befand
sich im damaligen Julian-Marchlewski-Ring, Kreuzung Leninallee. Heute ist es der Brandenburgische Ring, Klaus-Herrmann-Straße. Jetzt sind schon einige Blöcke ganz und der linke im Bild teilweise abgerissen. In diesem Marchlewski-Ring ging meine Tochter in den Kindergarten, und wir wohnten damals in der Otto-Thiele-Straße, der heutigen Goethestraße. Damals gab es noch viele Kinder auf dem Spielplatz, und die Eltern sahen ihnen zum Teil zu.“
Auch Jacqueline Hübener erkannte den Spielplatz wieder und ergänzt: „Er existiert heute noch, natürlich im umgebauten Zustand. Und das Umfeld hat sich durch den Rückbau der Wohnblöcke etwas verändert.“
Werner Jonathan ergänzt zu seiner Lösung: „Ja, es sieht mächtig kahl aus. Aber Bäume sind schon gepflanzt. Und wir waren damals doch sehr froh, hier im Machlewski-Ring eine Wohnung beziehen zu dürfen. Mit fließend warmem Wasser, modernem Wasserklo und (fast) immer heißer Heizung – das war damals eher Luxus! Vorher wohnten wir – mit meiner Frau und unserem zweijährigen Sohn – in einer Dachkammer, würde man heute sagen. Das Klo war eine Holzbude mit Plumpsklo über dem Hof. Wir hatten zwei kleine Zimmer, die Küche – mit Kohle beheiztem Ofen und Herd – wurde von zwei Familien gleichzeitig genutzt. Das Wasser mussten wir anfangs noch mit Eimern von der Schwengelpumpe auf dem Hof holen, später wurde dann eine Pumpe im Schuppen für fließend Wasser installiert. Diese Umstände sollte man nicht vergessen, wenn man solche Fotos vom Entstehen der Plattenbauten sieht. Sie werden heute zu oft zu Uunrecht verteufelt! Außerdem achteten die Planer damals recht gut darauf, auch die Infrastruktur mit Kinderkrippen und -gärten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten sowie Buslinien-Anbindung in guter Erreichbarkeit zu planen.“
Beate Schork mailt: „Eigentlich haben die Spielplätze gefetzt damals, da war immer viel Trubel und genügend Kinder, mit denen man Spiele aushecken konnten. Nur wenn es windig war und an heißen Sommertagen war der Platz schnell unerträglich. Dann suchten wir Alternativen in den Wäldern der Obersprucke. Da gab es so manche Bretterburg im Dickicht!“
Vielen Dank allen Ratefreunden und für die vielen Erinnerungen!




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