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Lausitz: Die Fundamente blieben noch erhalten - Märkischer Bote
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Lausitz: Die Fundamente blieben noch erhalten

31. Juli 2015 | Von | Kategorie: Damals war´s |

Lausitz: Die Fundamente blieben noch erhalten

Cottbuser Altmarkt mit Rathaus und Pyras Geburtshaus

Gegenüber dem Alten Rathaus ist vor 300 Jahren der Dichter Pyra geboren:
Nur vereinzelt tippten Leser diesmal auf den ähnlich wirkenden Markt Finsterwalde. Richtig war aber der Altmarkt Cottbus. Klaus Herold aus Cottbus schreibt: „Rechts wurde der Dichter Pyra 1715 geboren. Gut, dass mal an ihn erinnert wurde. Was weiß man eigentlich – oder kennt man – von ihm?“
Da kann Herbert Ramoth knapp und kompetent helfen: „Jakob Immanuel Pyra, geboren am 25.7.1715 in Cottbus, gestorben viel zu früh am 14.7.1744 in Berlin, war ein deutscher Dichter und Kritiker der Aufklärung. Er besuchte in Bautzen das Gymnasium, studierte Theologie in Halle, war nebenbei Hauslehrer und gründete eine Vereinigung zur Förderung der deutschen Sprache und war Mitbegründer des ersten Halleschen Dichterkreises. Sein bedeutendstes Werk war das freirhythmische Gedicht ‘Der Tempel der wahren Dichtkunst’, erschienen 1737. Die Stadt Cottbus hat ihm zu Ehren eine Straße be­nannt: die Pyrastraße.“ Und er fügt an: „Schön wäre es, Sie würden auf diese Weise noch weitere Cottbuser Persönlichkeiten in Erinnerung bringen und ehren.“
Das gefällt auch Irina Lehmann aus der Spremberger Vorstadt. Sie schreibt: „Obwohl ich mal in der Straße der Jugend/Ecke Pyrastraße gewohnt habe, wusste ich nicht, dass die Straße nach einem Dichter benannt wurde. Ich dachte, Pyra ist vielleicht die Abkürzung für Pyramide. Ich bin gespannt auf die Auflösung.“
Arno Schulz bezieht sich auf das Rathaus, „das im Krieg zerstört wurde. Die Ruine wurde 1948 abgerissen. Der freie Platz war dann zu DDR-Zeiten zeitweise Parkplatz, wo ich meinen Trabbi öfters kostenfrei abstellte. Ab 1980 bis 2000 wurde der Altmarkt etappenweise umgestaltet und ist heute mit dem von den Künstlern Panndorf und Peschel erschaffenen Marktbrunnen eine Augenweide.“

Hans-Hermann Schneider aus Kolkwitz erinnert sich: „Zu DDR-Zeiten sollten bei der Neugestaltung der Altmarktfläche die Umrisse des Rathauses ins Pflaster eingelassen werden. Dazu gab es sogar einen förmlichen Beschluss. Man muss anerkennen, dass der Altmarkt in seiner heutigen Form und Nutzung ein Aushängeschild für die Stadt geworden ist.“
Werner Lehmann aus der Spremberger Karl-Marx-Straße weiß: „Das alte Rathaus-Fundament stammt aus dem 13. Jh. und nach Stadtbränden im 17. Jh. und Wiederaufbau im Jahre 1690 erhielt es sein abgebildetes Aussehen.“
Natürlich wecken unsere Rätselbilder immer auch Emotionen. Brigitte Albrecht meint: „Das ist eindeutig unser wunderschönes Cottbus. Zu sehen ist der Altmarkt, unsere gute Stube, lange Zeit wichtiger Platz in meinem Leben. Ich habe viele Jahre bei der Handwerkskammer gearbeitet, als Sekretärin des Präsidenten.“
Und auch Wolfgang Schmidt aus der Potsdamer Straße in Cottbus stimmt ein: „Cottbus hat schon was zu bieten an Altem und
Neuem. Erhalten wir es zur Freude der Einheimischen und Touristen!“

 




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