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Lausitz: Dort tickt die Turmuhr aus Lieskow - Märkischer Bote
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Lausitz: Dort tickt die Turmuhr aus Lieskow

21. August 2015 | Von | Kategorie: Damals war´s |

Lausitz: Dort tickt die Turmuhr aus Lieskow

Auf unserer Sommertour hatten wir Guben erreicht. Auch die Leser in der Neißestadt waren begeistert von dem Motiv, das sie an Café Schönberger (im Vordergrund) erinnerte

Leser kennen sich im historischen Guben aus / Zentral-Hotel und ein Café:
Sofort erkannt hat Wolfgang Teske aus Guben das Sommertour-Foto aus seiner Heimatstadt. Die Luftaufnahme, ist er sich sicher, zeigt die Frankfurter Straße sowie die Alte Poststraße. Ins Auge des Betrachters fällt hier vor allem die Balkonfront des Zentral-Hotels sowie des Café Schöneberger in der Alten Poststraße 1. Die Aufnahme, schätzt der Gubener ein, stammt etwa aus dem Jahr 1910. Heute ist in diesem Gebäude die Bundespolizei ansässig. Zur Historie des Gebäudes, welches 1906 erbaut wurde, hat Wolfgang Teske auch in Gerhard Gunias Buch „Bilder aus dem Gubener Leben“ nachgeschaut. Demnach entstand das Hotel auf dem Grund des vormaligen Hotels Prinz Karl von Preußen, welches 1876 vom Restaurateur Steiner errichtet worden war.
Mit ganz anderen Augen betrachtet der Cottbuser Turmuhren-Meister die Szene: „In Blickrichtung Bahnhof Guben sehen wir in der Bildmitte die evangelische Kirche, welche nach dem Abriss der Kirche Lieskow (Tagebau Nord) in den 1980er-Jahren die mechanische Turmuhr mit 8-Tage-Geh- und Schlagwerk erhielt. Im Vordergrund das Zollamt an der Neißebrücke, über welche noch bis 1938 die Straßenbahn vom Bahnhof durchs damalige ganze Guben fuhr. Ein Stück Gleis liegt noch am Rathaus in Gubin. Das Depot, in welchem zu DDR-Zeiten das KIB sein Domizil hatte, befand sich nahe der Hobby-Bar.“
Herr Menzel aus Guben erkannte das ehemalige Café Schönberger: „Von dem Balkon hatte man einen wunderschönen Blick über die Neiße zur Schützeninsel mit Stadttheater. Das Personal des Theaters musste nach dem Krieg unterschiedliche Lebenswege gehen.“ Da schließt H. Köhler an, der offenbar aus Senftenberg mailt: „…gab es dort ein Theater, in dem eine liebe Bekannte, Hanna Salewski, noch nach dem Krieg als Soubrette sang. Sie wurde später LDPD-Sekretär in Senftenberg.“
Während Otto Blunck beim Betrachten des Bildes an Carl Gottlieb Wilke, den Erfinder des wasserdichten Wollhuts, denkt („Zwei Drittel aller in Deutschland produzierten Hüte kamen in der Folgezeit aus Guben.“), erinnert sich Frau H. Schön aus der Cottbuser Hainstraße an ein Lampengeschäft und eine Gaststätte mit knackigem Salat: „Dort haben wir gegessen, nachdem wir in Polen tanken und auf dem Polenmarkt waren.“
Der Gubener Arno Schulz „wollte eigentlich mal aussetzen, aber bei dem Bild konnte ich nicht widerstehen. In der Mitte die Klosterkirche, dahinter das Gefängnis, die dazwischenliegende Klosterschule ist verdeckt. Weiter rechts Hutfabriken.“
„Die kühnen Luftfahrer“ sieht Herbert Ramoth „etwa über der Neiße-Brücke schweben. Majestätisch erhebt sich der Turm der Klosterkirche; sie wurde 1862 eingeweiht. Ihre Restaurierung wurde erst 2003 abgeschlossen. Die 1980 eingebaute Turmuhr schmückte einst den Kirchenturm in Groß Lieskow. Die markante Straße auf dem Foto ist die Frankfurter Straße, eine Einkaufsstraße mit vielen Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen.“
Gewonnen hat in dieser Woche Jörg Wittich aus der Buckower Straße in Neuhausen. Wir gratulieren herzlich!




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