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Lausitz: Großvater war Witzlebens Leibjäger - Märkischer Bote
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Lausitz: Großvater war Witzlebens Leibjäger

14. August 2015 | Von | Kategorie: Damals war´s |

Lausitz: Großvater war Witzlebens Leibjäger

Schloss Altdöbern war gesucht, also C war richtig. Falsch hingegen war Brühls Alter. Der sächsische Premier war natürlich kein Zeitgenosse unseres Heilands; er hat in dieser Woche seinen 315. Geburtstag

Im Schloss wurde gewohnt, gefeiert, studiert, gefilmt und auch Kino gezeigt:
Richtig: Es gab vielfach Besitzerwechsel in Altdöbern. Jutta Scholz aus der Cottbuser Hainstraße schreibt: „Etwa bis 1900 residierte hier Graf von Witzleben. Mein Großvater, Albert Wittan, war in dessen Diensten als Leibjäger, später Revierförster im nahen Ort Casel. So war ich mit meiner Familie öfter in dem schönen Park und Schloss. Das gut geführte Café in der Orangerie ist immer ein Erlebnis.“ Das bestätigt auch H. Jänchen aus der Brahmower Dorfstraße in Werben: „Mein Mann stammt aus Altdöbern. Seine Eltern lebten dort, und wir waren gern zum Spazieren im Schlosspark.
Klaus Otto aus der Forster Elsterstraße erinnert sich aus seiner Studentenzeit um 1960 an das kirchliche Kinder- und Altenheim. „Außerdem gab es im Ort das Institut für Lehrerbildung und die Entbindungsklinik. Später veränderte der Bergbau die Landschaft. Es entstand nach dem Tagebau Greifenhain der Pritzener See. Günter Grass besuchte 1990 Altdöbern und beschrieb die Landschaft.“
Herbert Ramoth aus Cottbus hat recherchiert: „Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte das Schloss mit Carl Heinrich von Heineken seine erste Glanzzeit. Ab 1917 wurde es Sommersitz des Berliner Zigarettenfabrikanten Eugen Garbaty. Der jüdische Besitzer musste es 1938 verkaufen. Schließlich etablierte sich darin auch die Ingenieurschule für Datenverarbeitung Cottbus. Allen ehemaligen Dozenten und Studenten der Studiengruppe A 72 von hier aus ein herzlicher Gruß.“
Was aber das Schloss Altdöbern mit Graf Heinrich von Brühl (1700-63) zu tun hat, erklärt Wolfgang Bauch vom Cottbuser Fontaneplatz: „Brühl trug dafür Sorge, dass das Schloss Mitte des 18. Jahrhunderts in den Besitz seines Kunstsachverständigen und Privatsekretärs Heineken (1707-1791) kam. Er kümmerte sich auch um die Finanzierung. Brühl wollte seine 1746 neuzusammengeführte Niederlausitzer Herrschaft Forst-Pförten gewinnbringend ausrichten. Dafür wünschte er sich Heineken in der Nähe. Heineken avancierte zum Organisator für Brühl. Nach dem Tode seines Herrn fiel er in Ungnade, verbrachte aber seinen Lebensabend unbehelligt in Altdöbern als Schriftsteller und Kunstsammler. 1766 gegründeten er hier eine Tabakfabrik.“
Arno Schulz aus Guben, Kupferhammerstraße, räumt ein: „Das abgebildete Schloss kenne ich nicht.“ Er wendet das Ausschluss-Verfahren an: „Da es weder das Schloss von Pförten/Brody noch das von Bad Muskau ist (die ich gut kenne), bleibt nur Altdöbern. Erstaunt war ich, dass die einst bei Guben ansässige Adelsfamilie derer von Bomsdorf 1671 als Eigentümer genannt wurde. 1991 ging das Anwesen in den Besitz der Brandenburgischen Schlösser GmbH über. Restaurierungsarbeiten sollen kurz vor dem Abschluss stehen.“
Taucheinsatzleiter Klaus Reiter vom Eschenweg in Cottbus schildert: „Hinter dem Schloss befindet sich der französische Garten mit Salzteich. Dieses Gelände ist ca. 55 ha groß und es lohnt sich zu jeder Zeit ein Besuch. Übrigens wurde dort der DEFA-Film ‘Der Meisterdieb’ gedreht.“
Gewonnen hat heute Viola Schiemenz, Forst, Kirchstraße.




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