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Liebe Echtes, rede Wahres, trinke Klares

16. Februar 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Forst (Lausitz), Bilder aus dem alten Spremberg, Bilder aus der alten Neißestadt Guben, Damals war´s |

Der Guben/Gubiner Ratskeller hat im weiten Leserland einen guten Ruf

Liebe Echtes, rede Wahres, trinke Klares

Richtig war natürlich Anwort Guben. Viele Leser erkannten im Vordergrund das Rathaus, jetzt in Gubin mit Ratskeller

Erstaunlich: Überall im Lesergebiet ist nicht nur Guben, sondern auch der tolle Ratskeller in Gubin bekannt. Aus der Größräschener Karl-Marx-Straße schreibt zum Beispiel Jochen Kunzmann ganz knapp: „Es handelt sich hier um das ehemalige Gubener Rathaus. Bärbel Lenhartova aus der Straße des Friedens in Schwarzheide schreibt: „Das ehemalige Rathaus von Guben war bis 1923 Sitz der Stadtherren. Dann begann in der unteren Etage der Umbau zum Ratskeller. Prominentester Besucher im Rathauses war 1711 Zar Peter I. Seit 1986 befindet sich im Ratskeller die Gaststätte Tercet, die polnisch bewirtschaftet wird. Dort kann man sehr lecker und preiswert essen, wenn man die polnische Küche mag.“
Bärbel Koschack informiert: „Heute ist es das Kulturhaus von Gubin. Es ist ein sehr altes Gebäude, mehrmals umgebaut. Nach dem 30jährigen Krieg bekam das Gebäude im Stil der Spätrenaissance drei Giebel und einen Turm. Im Ratskeller kann man das original erhaltene Netz- und Kreuzrippengewölbe bewundern.“
Gut informiert ist Arno Schulz aus Guben: „Unverkennbar – es handelt sich um das alte Rathaus, heute in Gubin. 1276 erhielt Guben die Erlaubnis zu einem Rathausbau. Das abgebildete Gebäude wurde 1502 auf den gotischen Vorgängerbau errichtet und dann wiederum 1671/72 im Renaissancestil umgebaut. Das angrenzende Kaufhaus wurde 1736 erneuert und mit dem Wachsen der Stadt vom Rathaus mit genutzt. 1923 wurde ein neues Rathaus direkt an der Neiße errichtet. Im Krieg wurde das alte Rathaus bei den Kämpfen zerstört, wie auch die daneben stehende Stadt- und Hauptkirche. Nachdem es jahrelang als Ruine blieb, wurde es glücklicherweise von 1976 bis 1986 wieder aufgebaut. Heute ist es Kulturhaus, Bibliothek und wieder Gaststätte mit der alten Bezeichnung „Ratskeller“. Zur Rettung der Kirchenruine wurde ebenfalls schon einiges getan.“„Es war sicher vor 100 Jahren schon ein schönes Restaurant, aber heute ist das auch wieder so. Der Inhaber des Restaurants ist sehr bemüht, dass seine Gäste sich dort wohl fühlen“, erklärt Familie Michta aus Schenkendöbern-Kerkwitz, Waldweg. Und Gert Richter aus Alt-Deulowitz fasst nochmals zusammen:1274 (39 Jahre nach der Verleihung des Stadtrechts) erhielt Guben die Erlaubnis, ein Rathaus zu errichten. Der Westflügel des Rathauses wurde als Gewandhaus (Stoff- und Tuchhandel) errichtet. 1794 wurden diese Hallen zu Tanz- u. Gesellschaftssälen umgewandelt. Die Wollweber und Gewandschneider (Tuchhändler mit Meilenrecht – deren Mitglieder stellten regelmäßig den Rat) wurden erstmals 1392 urkundlich erwähnt. Bis ins 17. Jh. war Guben der bedeutendste Tuchmacherort der Lausitz – mit Innungssitz! Der Gubener Bürgermeister Johann Wolf baute in den Rathausturm 1542 eine Kunstuhr ein, die den Lauf der Gestirne anzeigte und zum Schlag jeder vollen Stunde erschienen der Heiland und die Apostel durch Türchen. Zudem ließ der „Gubener Archimedes“ über ein Gestänge die Uhrzeit an der gewölbten Decke des Sitzungssaales des Rates anzeigen. Einer der Sprüche im Rathaussaal lautet: „Lasst uns Gutes tun, solange Zeit ist“. – Das Rathaus wurde 1671 umgebaut; der Turm bekam eine neue Spitze. 1711 schaute sich Zar Peter I. die Reste der von den Schweden im 30jährigen Krieg zerstörten Uhr an u. kritisierte die Gubener Stadtväter. Die begründeten unterlassene Restauration mit leeren Kassen. 1736 kam der nördliche Anbau des Kaufhauses hinzu.1863 beschloss die Gubener SVV, dass Zifferblatt zum Markt hin zu beleuchten. 1923 verlor das Rathaus seine Funktion, da die Stadtverwaltung in das Stadthaus an der Neißebrücke zog. Der Ratskeller wurde 1924 restauriert. An der Wand prangte der Spruch des Abgeordneten Paul Wehland: „Leiste Rechtes, Liebe Echtes, Rede Wahres, Trinke Klares“.
Auch aus Hörlitz, Forst, Welzow und anderen Orten erreichten uns freundliche Texte zu Guben und Gubin.
Den Gewinn dieser Woche, ein wertvolles Jahrbuch „NIEDERLAUSITZ zwanzig-achtzehn“, in dem auch eine Wanderung von Guben nach Forst beschrieben wird, teilte Fortuna diesmal Familie Höhne aus Welzow zu. Herzlichen Glückwunsch!




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